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Und demnächst wieder einmal ins Theater…

Liebe Vereinsmitglieder und Theaterfreunde,

welch ein furioser Start in das musikalische Theaterjahr war das Neujahrskonzert!

Das Zittauer Konzertpublikum  zeigte sich begeistert von der Leistung der Neuen Lausitzer Philharmonie und des hervorragenden jungen Solisten Alin Stoica, dessen Stimme nicht nur die Damenwelt dahin schmelzen ließ!  Dabei war das Programm durchaus anspruchsvoll und nicht alltäglich. Die geliebten „Ohrwürmer kamen erst jeweils am Ende der beiden Teile. Sehr interessant für mich war die Möglichkeit, an einem Abend die Walzermotive aus der „Rosenkavalier-Suite“ von Richard Strauss und Musik von Johann Strauß zu hören.  Übrigens, der Kauf eines Programmheftes lohnt bei den Konzerten, da man viele Informationen über die Komponisten, die Stücke und die Solisten erhält. Hier z.B. gab es Wissenswertes über die Veränderung der politischen Bewertung der „Italia-Rhapsodie“ z.Z. der Entstehung 1909 und später in der faschistischen Zeit durch den Komponisten Alfredo Casella selbst.

Das Neujahrskonzert ist nun zwar Geschichte, aber  es gibt schon bald wieder eine Möglichkeit zu einem Konzertbesuch. Die Karten sind nachgefragt! Ich meine, der Philharmonie sollte für ihre schönen Konzerte -  ob philharmonisches oder Unterhaltungskonzert - viel öfter gedankt werden.

Kürzlich wurde die Premiere der diesjährigen gemeinsamen Inszenierung des TheaterJugendClubs mit dem Ensemble „Oleanna“ gefeiert. Nach der Einführungsmatinee war ich schon sehr gespannt, wie der Regisseur Toni Burghard Friedrich mit dem Team die inzwischen hochaktuelle Thematik umsetzt und wie v.a. die beiden alternierenden  jungen Hauptdarstellerinnen die Herausforderungen des Textes meistern. Zur Premiere spielte Luisa Jäger, die Mitglied unserer Theaterjugend ist, erstmals eine Hauptrolle. Die nächste Vorstellung spielt Sarah Wenzel. Beide sind  im Typ und in ihrer Spielweise unterschiedlich. Da lohnt es sich nach der Empfehlung des Regisseurs,  das Stück mehrfach zu sehen. 

Mein Eindruck: Die Inszenierung ist gelungen und regt zum Nachdenken an. Der zunächst vordergründige Konflikt zwischen Studentin und Professor, zwischen Lernen und Lehren wird schnell zum Zentralkonflikt zwischen Mann und Frau und kulminiert letztlich im Gebrauch der Macht. Da ich lange Zeit an Hochschulen gearbeitet habe, hatte ich so manches „Déjà-Vu“, wenn auch nicht in der Zuspitzung, die das Stück aufweist. Erstaunlich ist, wie Luisa neben Marc Schützenhofer ein so langes Zwei - Personen -Stück mittragen kann und welche  Wandlung sie in den beiden Teilen vollzieht.

Der Verein, der die Inszenierung traditionell wieder  finanziell unterstützt hat,  dankt dem Team sehr für diese Leistung! Als Premierengeschenk gab es dafür Naschereien für beide Geschlechter und einen immerwährenden Kalender von Loriot „Über den Umgang mit dem anderen Geschlecht“. Loriot war ja bekanntlich der festen Überzeugung: Männer und Frauen passen überhaupt nicht zusammen!

Nun sollte die Inszenierung  auch vom Publikum gewürdigt werden.  Es wird einige Vorstellungen geben, u.a. auch eine Extravorstellung am Welttheatertag (27. März), die wir ausdrücklich bewerben. Nutzen Sie die Gelegenheit!

 

Demnächst freuen wir uns auf die Premiere des Musicals „Cabaret“. Die Matinee am 14.1. jedenfalls hat schon interessante Einblicke und Informationen gegeben und neugierig gemacht. Es ist sicher eine Herausforderung für das Schauspielensemble, aber eine  lohnende!

Also: bald mal wieder ins Theater!

Ihre

Prof. Dr. Bärbel Fliegel

Vorsitzende