Freunde des Zittauer Theaters tragen zur Nachhaltigkeit der Inszenierung „Das Grenzlandtheater“ des GHT bei

beim Preview des Films

Gegenwärtig läuft erfolgreich die eindrückliche szenische Installation „Das Grenzlandtheater“ von Ingo Putz im Gerhart-Hauptmann-Theater Zittau. Auf sehr spezielle künstlerische Weise wird durch die spartenübergreifende Inszenierung mit dem Schauspielensemble und der Tanzcompagnie unter Nutzung von Originaltexten ein Eintauchen in die Zeit der Machtergreifung des Nationalsozialismus am Beispiel des Baus und der Funktion des Grenzlandtheaters ermöglicht. Die Zuschauer werden in kleinen Gruppen an verschiedene Plätze des Theaters auf und unter der Bühne, auf den Dachboden usw.  geführt und erfahren rational und sinnlich von den Arbeiten am und im Haus, davon, wie die Machthaber Einfluss auf die künstlerische Arbeit genommen und das Theater als Bollwerk der deutschen Kultur im grenznahen Raum instrumentalisiert haben.

Leider ist das Zittauer Theaterhaus und damit die Inszenierung nicht barrierefrei. Doch nun ist das Stück auch als 360-Grad-Film in virtueller Realität verfügbar. Das Projekt wurde durch den Verein „Freunde des Zittauer Theaters e.V.“ ermöglicht, welcher – neben dem Einsatz von Eigenmitteln – von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Zittau eine Förderung erhält.

Prof. Bärbel Fliegel freut sich: „So wird für Menschen mit körperlichen Einschränkungen und älteren Zuschauern, für die der Parcours durch das Haus zu anstrengend ist, eine Möglichkeit geschaffen, an diesem Theaterereignis teilzuhaben. Der VR-Film wird zunächst parallel zur Aufführung angeboten. Außerdem kann die auf diese Weise dokumentierte Inszenierung noch lange nach dem Ende der Aufführungszeit in speziellen Veranstaltungen mit unterschiedlichen Gruppen oder in der theaterpädagogischen Arbeit mit Schülern Wirkung erzielen.
Wir Zittauer Theaterfreunde sind stolz, zur Nachhaltigkeit dieser wichtigen Inszenierung beizutragen, welche am Beispiel unseres Theaters zur Auseinandersetzung mit den konkreten regionalgeschichtlichen Ereignissen der Machtergreifung des NS im Gesamtprojekt „Zittau 1933“ anregt.“

Das Projekt wird von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Zittau aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und des Landespräventionsrates Sachsen im Rahmen des Programms „Demokratie leben!“ gefördert. 

Freunde des Zittauer Theaters e.V.
Prof. Dr. Bärbel Fliegel
Vorsitzende

Es gibt nichts zu beschönigen: Die Lage für das Theater ist ernst!

 Die „Freunde des Zittauer Theaters e.V.“ bangen wieder einmal um den Erhalt des Theaters, nicht nur des Zittauer Standortes, sondern des gesamten Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau. Sie wissen es bestimmt: Die Finanzierung ist nicht gesichert, die Ausgaben steigen u.a. wegen neuer Tarifverträge und gestiegener Energiekosten. Es scheint eine unendliche Spirale zu sein… ein Ende ist nicht in Sicht. Die Medien berichteten in den letzten Wochen und Tagen mehrfach davon.

Nach dem letzten großen Bangen, als wir uns als Theaterfreunde an den Sächsischen Landtag gewandt hatten und großen Widerhall in den Medien fanden, konnte die Situation durch den Kulturpakt mit dem Freistaat Sachsen für wenige Jahre entspannt werden. Bald schon war klar, ohne Fortführung und Dynamisierung der Zuführungen wird es nicht gehen. Dann sollte das vom damaligen Landrat Bernd Lange beauftragte Theatergutachten eine zukunftsfähige Lösung für die Theaterlandschaft bringen, sorgte aber mit seinen Strukturvorschlägen für Unruhe und Widerspruch. Es wurden Arbeitsgruppen tätig – scheinbar aber ohne Ergebnis.

Wir sind einerseits dankbar, dass der Kulturpakt fortgeführt wird und in diesem Jahr auch mehr Geld vom Kulturraum für das Theater beschlossen wurde. Man sieht die Bemühungen und auch die Bekenntnisse zum Theater. Es ist aber überdeutlich: das alles reicht nicht! Allein in diesem Jahr fehlen dem GHT 1,3 Mio Euro, im nächsten noch mehr. Der Landrat Dr. Meyer erklärte der Belegschaft kürzlich, dass die beantragten Mittel nicht vom Landkreis aufgebracht werden können und nur die vor einem Jahr versprochenen Mittel im Haushalt vorgesehen sind. Auch Zittau hat eine ähnliche Situation. Nun bangen alle, wie es weitergeht, ob es Entlassungen von 30 – 40 Leuten, Streichungen ganzer Sparten usw. gibt. Der Betriebsrat des GHT hat schon klargestellt, dass dies arbeitsrechtlich nicht kurzfristig möglich ist und die Gelder so in diesem Jahr gar nicht gespart werden könnten. Wer will sich diesen Kahlschlag auch vorstellen? Jedoch, wenn kein Wunder geschieht, muss Dr. Morgenroth für das Theater Insolvenz anmelden.

Der Landkreis steht aktuell vor der äußerst schweren Aufgabe, trotz großem Defizit von über 40 Mio Euro einen Haushalt zu beschließen, der von der Landesbehörde genehmigungsfähig ist. Die Auflagen des Sächsischen Finanzministeriums fordern u.a. Einsparungen, ein Konzept zur Senkung der Ausgaben und die Erhöhung der Kreisumlage. Dann könnte u.U. der Haushalt mit geringerem Defizit genehmigt werden und ein Antrag auf Ausgleich gestellt werden. Gewiss ist das aber nicht. Die Erhöhung der Kreisumlage, die ohnehin die höchste im Freistaat Sachsen ist, wiederum trifft die Kommunen, die weitgehend ebenfalls keine finanziellen Spielräume haben und sich wehren. Das hat manchen Bürgermeister aktuell veranlasst, die Streichung oder Reduzierung der Ausgaben z.B. für das Theater zu fordern und sich nur auf Pflichtaufgaben zu konzentrieren.

Am 29. März stand nun die Entscheidung im Kreistag zum Haushalt und zum Haushaltstrukturkonzept an. Ich habe mir das angehört. Es wurde deutlich, wie sehr um den Haushalt gerungen wird und dass der Kreis in einer ausweglosen Lage ist, da es keine Entscheidungsspielräume gibt. Ursachen ist v.a. die Überbürdung mit Aufgaben durch Bundes- und Landesgesetze im Sozialbereich. Die Ausgaben steigen exorbitant und sind nicht vor Ort beeinflussbar. Der Landkreis hat deshalb den Freistaat Sachsen verklagt. Zur guten Stimmung trägt das sicher nicht bei. Es wurde am Mittwoch nach einem Kompromissvorschlag mehrerer Fraktionen mehrheitlich ein Beschluss zum Haushalt gefasst, der eigentlich nur ein Nothaushalt ist. Jedoch kam es dann aber knapp zu keiner Mehrheit für das Strukturkonzept, wodurch die Bedingung für eine Genehmigung eigentlich doch nicht erfüllt ist. Der Ausgang ist also offen. Wenn es keinen Haushalt gibt, können nur Pflichtaufgaben erfüllt werden und z.B. die Kultur- und Sportförderung wäre nicht möglich. Mit Haushalt ist die Finanzierung aber auch

nicht auskömmlich. Der Kreistag hat beschlossen, sich für eine bessere Ausstattung und den Ausgleich der gestiegenen Ausgaben im Pflichtbereich bei Land und Bund stark zu machen. Manche Kreisräte sind skeptisch und desillusioniert, da das schon in den letzten 12 Jahren mehrfach gefordert und doch nie erreicht wurde.

Wie es für das Theater nun aussieht, ist unklar. Die Beratung dazu wurde vertagt und soll separat erfolgen. Was mit dem Haushaltsstrukturkonzept wird, ist auch unklar, denn der Kreistag wird bei einer erneuten Abstimmung sicher nicht anders entscheiden. Der Presse entnehme ich, dass die Geschäftsführung des Theaters aufgefordert wurde, darzulegen, wieviel Theaterleistung mit dem vorhandenen Geld möglich ist. Sie müssen nun faktisch selbst Streichungen und Lösungen anbieten.

Es ist eine wirklich schwierige Situation für alle Seiten, die durch die Krisen unserer Zeit verstärkt wird. Und es betrifft nicht nur das Theater, Kultur und Sport, sondern viele Bereiche unseres Lebens.

Dennoch: Der Kreis Görlitz ohne sein Theater mit Ensembles an beiden Standorten und ohne Philharmonie ist für uns nicht denkbar. Warum? Das Gerhart-Hauptmann-Theater entwickelt sich nach der Coronapandemie wieder gut. Es wird ein vielfältiges, ansprechendes Programm geboten. Das Publikum kehrt zurück. Es geht nicht darum, einigen wenigen Theaterfreunden ein Vergnügen zu organisieren. Das Theater ist Treffpunkt und Ort des Austausches, es befördert den Dialog und die Auseinandersetzung mit den drängenden Problemen der Zeit. Vor allem wird – vielleicht nicht für jeden sichtbar – viel für die junge Generation getan. Die Kontakte mit den Schulen werden vertieft, mobile Inszenierungen angeboten, die gut angenommen werden, z.B. aktuell der Monolog „Faust“. Seit der Wiedereinführung und Stärkung der Theaterpädagogik sind an beiden Standorten neue Spielclubs für verschiedene Altersstufen entstanden und in Entwicklung begriffen. Der TheaterJugendClub Zittau bietet mit zwei Mitgliedern des Ensembles derzeit mit dem Stück „Düsterbusch City Lights“ eine Inszenierung auf hohem Niveau, die nicht nur junge Zuschauer anlockt. Wenn man erlebt, wie diese jungen Leute für ihr Theater brennen, geht einem das Herz auf. Das alles wäre ohne Spielensembles verloren. Und wir sollten nicht nur an Zittau denken. Auch die Neue Lausitzer Philharmonie wirkt in verschiedenen Konstellationen sichtbar im ganzen Kreis. Es ist das einzige große Orchester in der Oberlausitz und bespielt auch Bautzen. Eine Abschaffung ist undenkbar. Das gesamte GHT trägt zur kulturellen Bildung und zur Lebensqualität der Menschen in dieser strukturschwachen, im Umbruch begriffenen Region bei. Diese guten Entwicklungen dürfen nicht gefährdet werden. Im Gegenteil, sie sind auszubauen und zu stärken. Ohne das Wirken der verschiedenen Ensembles, des Orchesters, der Mitglieder aller Sparten des GHT wäre ein professionelles kulturelles Leben im Bereich Theater, Musik, moderner Tanz kaum vorhanden. Der Strukturwandel in der Lausitz darf nicht nur wirtschaftlich determiniert sein, er muss mit Kultur, Kunst und Bildung begleitet werden, um die Region lebenswert und anziehend zu gestalten. Das Theater ist wie die Hochschule ein wichtiger Standortfaktor.

Wir „Freunde des Zittauer Theaters“ sehen die drei Gesellschafter des GHT in der Pflicht, sich gemeinsam für den Erhalt der Kultureinrichtung und ihrer vielfältigen Angebote stark zu machen. Sie dürfen die Theaterleitung jetzt nicht allein lassen. Dazu gehören die Bemühungen, weitere Finanzierungsquellen auf Landes- und Bundesebene zu erschließen und einzufordern. Vielleicht gibt es auch unkonventionelle Wege? Bei der Gewinnung finanzkräftiger Sponsoren aus der Wirtschaft – auch überregional – und bei der Begründung von Partnerschaften mit Industrie- und Handwerksbetrieben sollten sie das Theater unterstützen. Zugleich wird das Theater nicht umhinkommen, alle Möglichkeiten für Optimierungen, Einsparungen, Synergien und Einnahmeerhöhungen auszuloten.

Wir Zittauer Theaterfreunde wollen natürlich auch weiterhin helfen. Aber bei diesen offenen Summen stockt einem schon der Atem. Treten Sie alle – wo immer Sie können – dafür ein, dass unser Theater Zukunftssicherheit bekommt!

Prof. Dr. Bärbel Fliegel

Projekte des Vereins

Das in der letzten Jahresversammlung gestartete Projekt zur Restaurierung des Steinway
Flügels des Zittauer Theaters liegt mit den Vorbereitungen im Zeitplan. Der Konzertstimmer
und Klaviertechniker Robert Kunkel bestätigte auf Nachfrage, dass die
Restaurierung Ende des 2. Quartals 2023 starten könnte. Einige
Mitglieder haben dafür bereits im Herbst bzw. zum Jahresende gespendet.
Vielen Dank! Die allgemeine Spendenaktion wird dann in den nächsten
Monaten forciert. Das wird unter den gegebenen Bedingungen sicher nicht einfach. Wir bitten
Sie als Mitglieder, sich für die Gewinnung weiterer Spender einzusetzen. Eine Werbeinfo dazu
wird erstellt.
Unser Vorstand ist mit der Einwerbung von Fördermitteln für ein besonderes Projekt im
Rahmen der Inszenierung „Grenzlandtheater“ aktuell aktiv. Näheres dazu folgt bald offiziell.

Zum WELTTHEATERTAG 2023

Die „Freunde des Zittauer Theaters e.V.“ übermitteln den Künstlern und Mitarbeitern des Gerhart- Hauptmann-Theaters Görlitz – Zittau herzliche Grüße zum diesjährigen Welttheatertag!
Der Verein bedankt sich – wie in den letzten Jahren – herzlich bei Ihnen allen, die Sie mit tollen Leistungen und viel Engagement dem Publikum schöne und interessante Theatererlebnisse ermöglichen.
Die Sorgen um unser Theater sind indes nicht kleiner geworden. Zu den bekannten weltweiten Krisen und dem schon über ein Jahr andauernden Krieg kommen der enorme Wasserschaden am Görlitzer
Theater und die prekäre finanzielle Lage bei den Eignern – dem Landkreis und den Städten Görlitz und Zittau.
Wir Zittauer Theaterfreunde sind überzeugt, dass die Theater, wie die Kultur insgesamt, zur Lebensqualität in unserer strukturschwachen, im Umbruch befindlichen Region beitragen. Dies gilt es zu bewahren,
um die junge Generation hier zu halten bzw. zurück zu gewinnen.
Prof. Dr. Bärbel Fliegel
Im Namen des Vorstands

Rückblick, Vorschau, Tipps

Der Verein konnte in den letzten Monaten einige Aktivitäten verzeichnen, zu denen wir Sie
eingeladen haben. Im Januar wurden die öffentliche Probe und die Generalprobe zu „Michael
Kohlhaas“ gut angenommen. Die interessante Inszenierung kommt im April noch zwei Mal auf
die Hinterbühne. Wenn Sie noch keine Karten bekommen konnten, lassen Sie sich dieses
eindrückliche Theatererlebnis nicht entgehen!
Am 06. März erhielten wir die Gelegenheit, die neue temporäre Spielstätte im Alten Güterbahnhof zu besichtigen und mit Martin Stefke und Lisa Maria Kurzmann ins Gespräch zu kommen. Dabei gab es erhellende Hintergründe und Einblicke in das Konzept der Stückentwicklung „Düsterbusch City Lights“. Das Stück mit den beeindruckenden Darstellern des TheaterJugendClubs läuft nun erfolgreich. Wir Vorstände sagen: “Sehr zu empfehlen“!
Liebe Theaterfreunde, auch in den nächsten Monaten werden wir Sie zu Veranstaltungen einladen. Manchmal kann dies auch relativ kurzfristig sein. Das ist im Theaterleben so. Bleiben Sie offen und neugierig! Vorgesehen haben wir im April oder Mai eine spezielle Veranstaltung zu der Inszenierung /Installation „Das Grenzlandtheater“. Noch ist das Projekt in Arbeit und so steht noch kein Termin fest. Sicher ist aber: diese besondere Form der Auseinandersetzung mit der Entstehungsgeschichte des Hauses in der Zeit der Machtergreifung der Nationalsozialisten sollte in Ihrem Terminkalender Platz finden. Für die Inszenierung stehen die Spieltage und Zeiten fest.
Und sonst so? Das JOS-Festival ist schon wieder vorbei. Es hat uns erneut Einblicke in das Theaterschaffen der Nachbarländer sowie interessante Begegnungen geboten. Noch mehr neugieriges Publikum ist erwünscht, auch wenn das Schauen mit Übertiteln – kleine Pannen inclusive – zugegeben etwas anstrengend ist. Es sind eben die einmaligen Erlebnisse… Auch die Salonlesungen des Schauspielensembles könnten – wenn es sie im nächsten Jahr wieder gibt – mehr Beachtung finden und vom Theater früher terminiert und beworben werden! Es lohnt sich, den engen Kontakt zwischen Akteuren und Zuhörern zu pflegen. Auch gelegentliche Abstecher nach Görlitz zu den Inszenierungen an verschiedenen Plätzen lohnen sich, wie viele von uns aus eigener Erfahrung wissen. Gerade ist die Oper „Viva la Mamma“ von G. Donizetti als Theaterspaß zu erleben.
Und dann steht schon das Sommertheater vor der Tür. An diesem Samstag, dem 25. März, ist Aktionstag! Zwischen 10.00 und 13.00 Uhr gibt es 20% Rabatt für die Vorstellungen in Zittau, Jonsdorf und Görlitz.
Die „Freunde des Zittauer Theater e.V.“ gratulieren den Ensembles, der Leitung und den Mitarbeitern des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau GmbH herzlich zum Welttheatertag am 27. März!
In diesem Jahr ist die Sorge um den Erhalt des Theaters mit seinen Angeboten für alle Alters- und Interessengruppen wieder besonders hoch. Gerade in der Krise ist Kultur ein wichtiger Faktor, der zum Zusammenhalt der Gesellschaft beitragen kann.
Unsere Region und wir als Theaterfreunde brauchen das Theater!
Herzliche Grüße
Ihr Vorstand

Ankündigung der Jahresmitgliederversammlung

Unsere diesjährige Mitgliederversammlung haben wir für Montag, den 05. Juni 2023 ab
18.00 Uhr im Foyer des Zittauer Theaters geplant. Bitte halten Sie sich den Termin frei. Damit
wollen wir mit unseren Berichten zum Vorjahr und unseren Beschlüssen wieder in das erste
Halbjahr vorrücken. Außerdem gab es zuletzt viele Überschneidungen an den
Mittwochterminen und so haben nun einen Montag ausgewählt.
Diesmal steht keine Wahl an, somit wird mehr Zeit für Diskussionen und Gespräche sein.
Vorschläge zur Tagesordnung nehmen wir gern entgegen. Die offizielle Einladung,
Beschlussentwürfe und weitere Dokumente versenden wir im April.
Herzliche Grüße
Prof. Dr. B. Fliegel

Düsterbusch = Zittau? Einladung!

Liebe Freunde und Freundinnen des Zittauer Theaters!

Ich kann Sie zur nächsten spannenden Veranstaltung unseres Vereins einladen.

Am  Montag, dem 6. März 2023 ab 17.00 Uhr erhalten wir die Möglichkeit, das Team von „DÜSTERBUSCH CITY LIGHTS“ bei einer Probe zu besuchen. 

Martin Stefke und Lisa-Maria Kurzmann werden uns im Alten Güterbahnhof von Zittau empfangen, die spezielle Örtlichkeit, das Stück und ihre Ideen vorstellen. Anschließend dürfen wir einigen Szenen beiwohnen. Wir freuen uns auf den Einblick. 

In der Inszenierung spielen zwei Ensemblemitglieder und der TheaterJugendClub Zittau die Stückentwicklung  von M. Stefke und L.-M. Kurzmann nach dem Roman von Alexander Kühne.

Die Premiere ist am 17.03.2023 während des JOS-Festivals geplant. Bisher sind noch 2  weitere Vorstellungen vorgesehen. Karten sind also knapp. 

Sind Sie dabei? Ich bitte um Ihre Interessenbekundung für die Veranstaltung per E-Mail. Gern können Sie ein interessiertes Familienmitglied oder Freund mit anmelden.

Wir treffen uns kurz vor 17.00 Uhr am Alten Güterbahnhof (Löbauer Platz)

Hinweis: Die Spielstätte ist nicht barrierefrei. 

Mit freundlichen Grüßen 

Prof. Dr. Bärbel Fliegel

Vorsitzende

Und demnächst wieder einmal ins Theater

Liebe Theaterfreunde,

ich hoffe, Sie sind gut und gesund in das Jahr 2023 gestartet. Nach der erfolgreichen Weihnachtssaison gehört sicher der Theaterbesuch zu den guten Vorsätzen. Das Gerhart- Hauptmann-Theater hat – trotz der großen Probleme mit dem Görlitzer Haus – einiges zu bieten. Ein Blick in den Spielplan lohnt sich. Der für den Februar ist jetzt komplett.

Wer es noch nicht geschafft hat: es gibt noch wenige Chancen das erfolgreiche Stück „Straße der Besten“ zu sehen und auch „Der Biberpelz“ steht noch einmal im Spielplan. Gerade eben hatte „Michael Kohlhaas“ Premiere. Die Umsetzung der auf wahren Vorkommnissen beruhenden Novelle von Heinrich v. Kleist ist kein einfaches Vorhaben. Es erfordert vom Zuschauer Konzentration auf den oft im Chor von mehreren Spielern gesprochenen Text. Auch wechseln die Darsteller ständig ihre Rollen.  Da man auf der Hinterbühne ganz dicht am Geschehen ist, sind die Akteure gut zu verstehen und die Aktionen unmittelbar zu verfolgen. Sinnvoll ist es, sich mit dem Inhalt vorher vertraut zu machen und z.B. das Programmheft zu lesen. Ich habe mir über Weihnachten die Novelle wieder einmal aus dem Bücherregal gezogen. Die Jahrhunderte alte Geschichte um Machtmissbrauch, Gerechtigkeit, Widerstand bis hin zu Mord und Brandstiftung ist seltsam aktuell. Interessant ist sie auch, da sie an vielen bekannten Schauplätzen im Brandenburgischen, Anhaltinischen, in Sachsen und Berlin spielt. Der historischen Figur Hans Kohlhase ist übrigens eine Dauer-Ausstellung in Bad Düben gewidmet.

Andere Freuden experimentellen Theaters und großer Spiellust kann man wieder mit neuen Folgen von „Selfies einer Utopie“ im Januar, März und April erleben. Premiere haben am 18. Februar zwei Frauen-Monologe aus verschiedenen Zeiten, die gemeinsam, aber auch einzeln aufgeführt werden.

Interesse findet sicher das Tanzstück „Momo“, das nun ab 11. 02. nach Zittau kommt. Auch hier ist es gut, die Geschichte zu kennen und dann die tänzerische Umsetzung der Figuren zu genießen. Hinzu kommen das Philharmonische, das Unterhaltungs- und das Kinderkonzert. Für Opern-Interessenten lohnt sich sicher auch die Fahrt nach Bautzen, wo das Musiktheater mit „Tosca“ gastiert. In Görlitz hat das neue Tanzstück „Jawoll“ in der Synagoge den Aufführungsort gefunden.  Im März ist auch im Kaufhaus wieder eine Überraschung geplant. Vielleicht ist dann Gelegenheit, diesen Spielort zu erkunden, bevor die Bauarbeiten beginnen.

In eigener Sache:

Der Verein plant für Februar einen Stammtisch, wo Martin Stefke aus seinem Theaterleben erzählen wird und die Arbeit am Stück „Düster-Busch City Lights“ mit dem TheaterJugendClub vorgestellt wird. Die Einladung folgt, wenn der Termin feststeht.

Die Spendenbescheinigungen für 2022 werden von der neuen Schatzmeisterin Kerstin Neumann derzeit vorbereitet. Sie gehen Ihnen im Februar zu.

Herzliche Grüße

Prof. Dr. Bärbel Fliegel

Vorsitzende

Start ins Jahr 2023

Liebe Freunde des Zittauer Theaters,

der Vorstand wünscht Ihnen alles Gute für das Jahr 2023! Viele Wünsche und Hoffnungen verbinden sich damit sowohl für das persönliche Leben und die Gesundheit unserer Mitglieder, als auch für das gesellschaftliche Miteinander.  Für unser Theater wird es auch ein entscheidendes Jahr werden. Wir sind als Theaterfreunde gespannt auf die Lösungen der anstehenden Probleme und bereit, das GHT weiter zu fördern. Gleichzeitig freuen wir uns auf die künstlerischen Angebote und die Begegnungen mit den Theaterleuten.

Wir starten am Freitag, dem 13. Januar 18.00 Uhr mit der öffentlichen Probe zum Stück „Michael Kohlhaas“. Es gibt Einblicke in  die Probenarbeit mit Ingo Putz und danach die Möglichkeit zum Austausch. Der Eintritt ist frei, das Theater hat aber um Anmeldung gebeten. Ich habe 14 Plätze angemeldet, von denen ca. 6  vergeben sind. Weitere Interessierte können sich bitte  kurz bei mir melden, damit ich weiß, ob die Plätze genutzt werden oder noch weitere benötigt werden.
Und wer es heute noch nicht genau weiß, einfach hin kommen!

Wir sehen uns in unserem Theater!

Ihre Dr. Bärbel Fliegel

Weihnachtsgrüße

Der Vorstand der „Freunde des Zittauer Theaters“ (e.V.) wünscht allen Theaterfreunden, unseren Förderern und Spendern, den Künstlern und Mitarbeitern des GHT in dieser von Krisen und Problemen geprägten Zeit eine besinnliche Adventzeit, ein schönes Weihnachtsfest sowie ein gutes Jahr 2023!


Liebe Theaterfreunde,
nun geht wieder ein schwieriges Jahr zu Ende. 2022 brachte zwar etwas Entspannung bei der Coronapandemie, aber andere Krisen und Probleme breiten sich aus und machen das Leben zunehmend unsicher. Wieder ist diese Zeit zum Jahresende für viele nicht unbeschwert und fröhlich, sondern von Sorgen geprägt, so auch für unser Gerhart-Hauptmann-Theater.
Glücklich schätzen wir uns, dass in diesem Jahr der Besuch von Weihnachtskonzerten und Weihnachtsmärchen wieder möglich ist. Das Publikum kehrt wieder zurück in die Säle. Das Desaster, welches das Görlitzer Haus durch den Wasserschaden erleidet und zur langen Schließung zwingt, bringt auch Probleme für das Zittauer Ensemble. Gut ist, dass für die Konzerte in Görlitz eine Lösung gefunden wurde. Die Theaterleitung arbeitet beständig an der Schaffung weiterer Spielstätten. Vielleicht gelingt es auch, mehr Görlitzer Publikum nach Zittau zum Schauspiel zu bringen.
Unser Verein konnte im Jahr 2022 seine Arbeit weitgehend realisieren. Ein besonderer Erfolg ist der Bau des Geländers vor dem GHT, das am 1. Juni eingeweiht wurde. Im September wurde in der Jahresversammlung eine erfolgreiche Bilanz gezogen und ein neuer Vorstand gewählt. Als neues Projekt mit dem GHT steht für das Jahr 2023 die grundlegende Restaurierung des Steinway-Flügels an, der noch aus der Zeit des alten Stadttheaters stammt. Er soll dann wieder 100 Jahre für schöne Konzerte zur Verfügung stehen. Wir Theaterfreunde sichern mit einer hohen Summe von 6000 Euro den Start der umfänglichen Arbeiten und initiieren eine Spendenaktion. Darüber hinaus freuen wir uns auf interessante Veranstaltungen des Vereins und auf schöne Theatererlebnisse.
Gern sagen wir allen unseren Mitgliedern, Fördermitgliedern und Spendern Dank für ihre Treue. Ohne sie wäre unsere Arbeit als Förderverein nicht möglich! Einige zusätzliche Spenden haben wir 2022 schon für den Flügel erhalten. Wir bitten auch unsere langjährigen Fördermitglieder und Spender aus der Wirtschaft in diesem Jahr wieder um regelmäßige Unterstützung für das Theater.
Nun richten wir unser Augenmerk hoffnungsvoll auf ein gutes Vereins- und Theaterjahr 2023.
Wir brauchen unser Theater – unser Theater braucht uns!
Wir wünschen Ihnen / Euch von Herzen alles Gute, Gesundheit und Zuversicht!
Der Vorstand