Theaterschließung – und kein Ende in Sicht

Liebe Theaterfreunde,
seit fast 4 Monaten ist unser Gerhart-Hauptmann-Theater – wie die anderen Kulturstätten auch – nun schon geschlossen. Die anfängliche Hoffnung, noch vor oder zu Weihnachten wieder in den Genuss der Kultur zu kommen, hat sich schnell zerschlagen. Nun ist bald Ostern in Sicht, aber keine Aussicht auf eine Normalisierung unseres Lebens und auf eine Wiederkehr der kulturellen Komponenten zeichnet sich ab. Es ist schon frustrierend, wie das – nun auch noch mutierende – Virus unser Leben verändert und welche Opfer – auch Todesopfer – es fordert. Angesichts des Leids scheint es müßig, über die Wiederbelebung des kulturellen Lebens nachzudenken. Sicher steht es auch bei vielen nicht an erster Stelle der gewünschten Öffnungen aus dem Lockdown.
Jedoch macht mich die sich immer mehr abzeichnende Kulturlosigkeit im gesellschaftlichen Leben, im Umgang miteinander, die Vereinzelung und Vereinsamung der Menschen betroffen. Es gibt derzeit keinen Ersatz für die belebenden Anregungen, welche die Kultur in unser Leben bringt. Es bleibt nur die Hoffnung, dass der erzwungene Verzicht das Bedürfnis nach Auseinandersetzung mit kulturellen Angeboten und nach eigener Betätigung nicht gänzlich zum Erliegen bringt. Seit dem Kriegsende gab es noch nie so eine lange Schließzeit des Theaters. Damals wurde eine schnelle Wiedereröffnung forciert und von den Menschen dankbar angenommen. Wird es wieder so sein?
Die Mitarbeiter des GHT sind in Kurzarbeit, die Gesichter des Zittauer Ensembles schauen uns teils ernst und teils hoffnungsfroh von den Litfaßsäulen der Stadt an. Die Schauspieler und auch die Musiker bekommen zwar etwas Zeit zum Üben und zum Erhalt der Fähigkeiten – aber alles allein und in Einsamkeit. Gewiss werden von der Leitung des Hauses für den Rest der Spielzeit Pläne geschmiedet und Szenarien entwickelt. Aber angesichts der fehlenden Perspektiven dringt nichts nach außen.
Realistisch ist wohl nur, dass es ein an die Situation angepasstes Sommertheater geben könnte.
Wir Theaterfreunde sind als Verein auch in einer langen Winterpause gefangen und hoffen nun auf eine Belebung bei stabil sinkenden Infektionszahlen im Frühjahr. Ein Projekt des Jubiläumsjahres wird in diesen Tagen – nach Verzögerung – nun positiv abgeschlossen. Wir berichten hier davon.

Bis dahin bleiben Sie gesund!
Prof. Dr. Bärbel Fliegel
Vorsitzende

Weihnachtsgruß 2020

Liebe Theaterfreunde,

dies können kein üblicher Jahresrückblick und Gruß des Vorstands zum Weihnachtsfest für unsere Mitglieder sein. Was war und ist 2020 für ein schwieriges Jahr für uns alle und auch für das Theater! Und wie geht es nun zu Ende! Von März bis zum Sommer gab es keine Vorstellungen am GHT, dann kam es mit Lesungen im Juni / Juli als zartes Pflänzchen wieder zurück. Im September und Oktober gab es mit einem guten Hygienekonzept einen schönen hoffnungsvollen Start in die Spielzeit. Man konnte spüren, wie auch beim Publikum die Lust am Spiel und an Musik wiedererwachte. Vielleicht waren Sie dabei? Nun dieses plötzliche Ende. Das im Zeichen von Corona stehende Theaterjahr 2020 bleibt leider unvollendet. Die schönen Gewohnheiten, sich mit der Familie am Weihnachtsmärchen zu erfreuen und sich beim Weihnachtskonzert auf das Fest einzustimmen, müssen der häuslichen Einsamkeit am TV-Gerät und Plattenspieler weichen. Dazu kommt die Erkenntnis: Das Virus macht keinen Bogen um den Kreis Görlitz und um Zittau! Wahrscheinlich waren wir zu sorglos geworden.

Der Vorstand der Zittauer Theaterfreunde hat die Nachricht von der Schließung der GHT für die nächsten 3 Monate zunächst mit Erschrecken, dann aber auch mit Verständnis zur Kenntnis genommen. Der Blick auf die Infektionszahlen, die vollen Krankenhäuser – gerade auch im Kreis Görlitz und in Zittau – belehrt uns alle, dass es geboten ist, Abstand zu halten und Kontakte zu reduzieren. Die Entscheidung der Gesellschafter des GHT erscheint vielleicht manchem zu langfristig. War doch vor kurzem noch Hoffnung auf Vorstellungen im Advent und über die Feiertage! Wenn man aber die rasante Entwicklung betrachtet und sieht, dass es derzeit gerade in Sachsen keinerlei Besserung gibt, dann ist klar, dass uns dieser Teil-Lockdown nicht nur im Dezember erhalten bleibt, sondern wohl bis zum Frühjahr reichen wird. Zugleich bietet der konsequente Übergang der Mitarbeiter des GHT in die Kurzarbeit wohl die beste Möglichkeit, die wirtschaftlichen Ausfälle einigermaßen abzufedern. Insofern ist die Entscheidung konsequent und vorausschauend.

Traurig macht uns schon, dass die Kultur-, Bildungs- und Freizeitstätten die ersten sind, die geschlossen bleiben müssen und es wohl auch am längsten bleiben werden. Auch unsere Pläne für das Jubiläumsjahr des Vereins sind Makulatur. Kultur scheint in der Krise verzichtbar. Das ist sie aber gewiss nicht! Nutzen wir die Alternativen und das digitale Angebot der verschiedenen Häuser – auch des GHT. Vielleicht bleibt auch wieder mehr Zeit für Lesen, Musik hören und Singen.

Nun bleibt die Hoffnung, dass die Pandemie bekämpft werden kann und es im Frühjahr mit dem Theater und unserem Verein wieder weiter geht.
Der Vorstand der „Freunde des Zittauer Theaters“ e.V. wünscht allen Theaterfreunden, den Künstlern und Mitarbeitern des GHT eine besinnliche Adventzeit, ein schönes Weihnachtsfest in Familie und einen guten Start in ein hoffentlich besseres Jahr 2021!
Vor allem aber: Bleiben Sie alle gesund und zuversichtlich!

Ihre Prof. Dr. Bärbel Fliegel

Nachruf für Detlef Lux

Die Zittauer Theaterfreunde trauern um den Schauspieler und Publikumsliebling Detlef Lux, der am 2. Dezember unerwartet verstorben ist. Ab 1976 war das Zittauer Theater seine künstlerische Heimat für über 30 Jahre. Während der Intendanz von Roland May wurde er 2008 zum Ehrenmitglied des Theaters ernannt. Auch der Verein „Freunde des Zittauer Theaters“ machte Detlef Lux zu seinem Ehrenmitglied – 2013 wurde ihm die Urkunde zu seinem 70. Geburtstag, den er natürlich auf der Theaterbühne verbrachte, überreicht. Obwohl er aus Krankheitsgründen schon einige Jahre nicht mehr auf der Bühne stand, ist Detlef Lux noch im Gedächtnis der Theatergemeinschaft und der Theaterfreunde bis heute präsent.

Woran erinnern wir uns am meisten? Zuerst an seine Schauspielkunst, die er in vielen unterschiedlichen Rollen vom lustigen Typen bis zum tragischen Helden hier zeigen konnte. Sein Name wird immer wieder gern mit dem „Hauptmann von Köpenick“ verbunden – aber das ist nur eine von seinen gut 350 Rollen. Da sind so unzählig viele große und kleineren Rollen, mit deren Gestaltung er die Herzen des Publikums gewann und in Erinnerung bleibt. Sie alle aufzuzählen, ist kaum möglich – und doch wollen wir einige hier noch erwähnen: Gepetto in „Pinocchio“, Wilhelm Giesecke im „Weißen Rößl“, Veit Tümpel im „Zerbrochenen Krug“, das Dumme Schwein in „Der große Theatercoup – Die Olsenbande II“, Rolf Herricht in „Aber Herr Preil“, der König in „Leonce und Lena“, Wilhelm Hagedorn in „Gäste“, Hoskins in „Hasch mich, Genosse!“ und viele viele andere. Jedem von uns fallen noch sicher eine Reihe weiterer Rollen ein, mit denen er unvergessen bleiben wird.

Detlef Lux war eigentlich immer ein Ereignis auf der Bühne. Was bleibt noch im Gedächtnis? Sein Humor, die Geselligkeit und sein Lachen, aber auch seine tiefen philosophischen Einsichten, seine Lebensweisheit! Der gebürtige Berliner war auch außerhalb der Bühne ein „Typ“, mit dem man sich wunderbar unterhalten und scherzen konnte. Der Schalk sprang ihm beim Erzählen förmlich aus den Augen. Das wird den Theaterfreunden, die ihn näher kannten, bleiben und ihn nicht vergessen lassen.

Der Ehefrau und den Angehörigen gehört unser tiefes Mitgefühl. 

Prof. Dr. Bärbel Fliegel
Vorsitzende des Vorstands

Eine ausführliche Würdigung des verstorbenen Schauspielers von Jan Lange ist in der Sächsischen Zeitung vom 4. Dezember 2020 erschienen.

Theater von 2. Schließung wegen Corona betroffen

Liebe Theaterfreunde,

eigentlich wollte ich Ihnen an dieser Stelle wieder Vorschläge für einen gemütlichen Theaterbesuch im trüben Monat November vorstellen. Leider aber wird das GHT- wie die gesamte Kulturszene – nun wieder durch die Coronapandemie ausgebremst. Das ist sehr schade, aber angesichts der überall stetig steigenden Infektionszahlen – auch in den Städten Zittau und Görlitz – zu akzeptieren. So ist durch uns alle eine Kontaktreduzierung nun aktiv zu betreiben – auch durch Verzicht auf Theater, Kino und Museumsbesuche. Die Hoffnung auf eine Advent- und Weihnachtszeit mit schönen Kulturerlebnissen scheint aber noch nicht ganz aufgegeben.

Wir Theaterfreunde werden sehen, ob und wie man das Theater in der Situation unterstützen kann. Finanzielle Ausfälle sind vorhersehbar, gerade in der Zeit der gut besuchten Weihnachtsmärchen und Weihnachtskonzerte. Wir Zuschauer können auf jeden Fall beitragen durch häufigen Theaterbesuch, wenn es wieder möglich wird, aber auch durch Spenden der Rückerstattungen für ausgefallene Vorstellungen.  

In den letzten beiden Monaten gab es einige schöne Momente in unserem Theater. Mit „Loriot“ konnte man sich amüsieren, in zwei schönen Konzerten der Philharmonie sowie dem Unterhaltungskonzert sich dem Musikgenuss hingeben. Wer wollte konnte in der Inszenierung „Seuche“ über Isolation nachsinnen und Verhaltensmuster prüfen. Besonders erwähnenswert ist für mich die Inszenierung „Endland“ des Schauspielensembles mit dem JugendTheaterClub. Ich bin immer wieder beeindruckt, was die jungen Akteure unter fachkundiger Leitung und Begleitung spielerisch leisten. Zugleich wird wieder ein aktuelles Thema – eigentlich schon mehrere – von verschiedenen Seiten beleuchtet. Die Jugendarbeit des Theaters regt die Beteiligten und die Zuschauer damit zur Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Prozessen an, wobei man sich durchaus auch seine eigene Meinung bilden kann und soll.

Eine Fahrt nach Görlitz lohnt übrigens auch immer wieder. Ich habe am 1. November noch die vorerst letzte Vorstellung von Lehars „Land des Lächelns“ erlebt.  Unter den Anforderungen der Coronapandemie wurde ein ungewöhnliches Konzept entwickelt, die Operette auf die Bühne zu bringen. Das Orchester agiert im ersten Rang. In der extra reduzierten Zusammensetzung erzeugt es unter der Leitung von Ulrich Kern sowohl einen feinen Klang als auch vitale Kraft. Die Chormitglieder sind teils auf der Bühne, teils in den Logen aktiv. Die Solisten überzeugen musikalisch weitgehend in einem bunten Bühnenbild. Etwas gewöhnungsbedürftig ist das reduzierte Spiel stets mit Corona gerechtem Abstand, was eine gewisse Kühle erzeugt. Auf jeden Fall konnte man die schönen Melodien genießen. Das Stück soll im späten Frühjahr nach Zittau kommen, hoffen wir, dass die Bedingungen es dann ermöglichen. Auch das kleine musikalische Stück „Diven sterben einsam“ mit Yvonne Reich ist gut angekommen.  Vorerst wird es nicht gespielt, ich denke aber, dass es im nächsten Jahr wieder auf die Bühnen kommt.

An beiden Standorten konnte man sich bisher mit dem Hygienekonzept des GHT durchaus sicher und zugleich gastronomisch umsorgt fühlen. Bleibt zu hoffen, dass wir alle bald wieder beim Märchen „Die Schöne und das Biest“, dem beliebten Weihnachtskonzert, dem Thriller „Misery“ und den anderen Angeboten die Theaterkunst genießen können.

Bis dahin bleiben Sie gesund!

Prof. Dr. Bärbel Fliegel
Vorsitzende

Jahresmitgliederversammlung der Zittauer Theaterfreunde

Liebe Theaterfreunde,

am 16. September 2020 wurde unsere vom März verschobene Jahresversammlung nun erfolgreich abgehalten. Im Theaterfoyer trafen sich 21 Theaterfreunde zur Beschlussfassung über die Arbeit im Jahr 2019 und zur Diskussion über die aktuellen Aufgaben und Erfordernisse.

In den Berichten des Vorstands und der Revision wurde sichtbar, dass das Jahr 2019 für den Verein erfolgreich war. Über 3000 Euro wurden für die Unterstützung von Inszenierungen des Schauspielensembles zur Verfügung gestellt. Weitere Gelder flossen u.a. für die Preisträger des GHT-Preises und für den Kauf  von Theatergutscheinen für die Schützlinge des Kinderschutzbundes.   Mit  Aktionen wurde das Theater unterstützt, Premieren begleitet, Schauspieler verabschiedet. Die themengebundenen Stammtische zu den „Räubern“ und zur „Dreigroschenoper“, die Ausfahrt zum Theaterkahn nach Dresden und die Weihnachtsfeier waren Höhepunkte des Vereinslebens. Auch finanziell stand der Verein 2019 –  trotz einiger Ausfälle unserer regelmäßigen Spender – durch eine  größere Einzelspende auf sicheren Füßen. Die Versammlung  stimmte den Berichten einstimmig zu und entlastete den Vorstand für 2019. Das langjährige Vorstandsmitglied  Monika Schramm wurde aus gesundheitlichen Gründen mit großem Dank aus der aktiven Vorstandsarbeit  verabschiedet und bleibt  ein jederzeit gern gesehenes Mitglied des Vereins.

Der Schwung, mit dem der Vorstand  in das Jubiläumsjahr 2020 ging, wurde ab März durch Corona ausgebremst. Leider wurden die Pläne durch Corona zu Makulatur.  Die für Ende Oktober geplante Jubiläumsveranstaltung zum 30-jährigen Bestehen des Vereins kann – auch wegen der Absage der Stadt für den Bürgersaal – vorerst nicht stattfinden. Unser Theater unterstützen wir aber wie gewohnt. Die Jahresversammlung hat die  Förderung einer  Inszenierung  des Schauspiels  im klassischen Genre in Höhe von 2500 Euro beschlossen.  Auch kleinere Veranstaltungen für die Mitglieder werden wir wieder anbieten. Wir laden dazu zu gegebener Zeit ein und freuen uns, Sie dazu begrüßen zu können!

Dramaturgin Patricia Hachtel informierte die Versammlung über die Vorhaben des Ensembles in der Spielzeit 2020-21. Die erfolgreiche Spielzeiteröffnung mit einer flotten  „Loriot“- Inszenierung  wurde bereits mit einem Gruß und Dank an das Ensemble und alle Mitarbeiter des Zittauer Theaters durch den Vorstand begleitet. Die besonderen Bedingungen in dieser Spielzeit und die kurzfristigen Planungen für jeweils 2 Monate sind gewiss für alle Seiten nicht leicht. Der Saal mit reduzierten Reihen ist  mit Tischen gemütlich gemacht, das Hygienekonzept funktioniert  und die Betreuung durch die Theatergastronomie ist mit hohem Aufwand in bewährter Weise gesichert. Kommen Sie wieder  ins Theater, es lohnt sich! Demnächst haben die Stücke „Die Seuche“ und „Endland“ Premiere und das Unterhaltungskonzert gastiert. Davor gibt Martha Pohla  im Foyer noch ein Zwischenspiel mit  „Das kunstseidene Mädchen“ – nun  nicht als Lesung sondern gespielt.

Prof. Dr. Bärbel Fliegel
Vorsitzende

Spielzeiteröffnung

Liebe Theaterfreunde,

es geht wieder los mit der Faszination Theater,  das besonders in schwierigen Zeiten – wie Kultur und Kunst überhaupt – unverzichtbar ist!

Am 12. und 13. September 2020 ging die Premiere von „Loriot“ mit einigen Ergänzungen als Spielzeiteröffnung über die Bühne des Zittauer GHT. Es war ein unterhaltsamer Abend im umgebauten  großen Saal, wo die Zuschauer nun auch Getränke und Speisen der Theatergastronomie serviert bekommen. Eine interessante Lösung, die es ermöglicht, die Corona bedingten Regeln einzuhalten, dem Zuschauer Sicherheit zu vermitteln und eine angenehme Atmosphäre zu schaffen.

Im Namen der Zittauer Theaterfreunde begrüßte ich an diesen Abenden nach den Vorstellungen  in einem kleinen Grußwort  das Ensemble und die Zuschauer zurück  in unserem Theater. Da der Theaterpreis diesmal nicht verliehen wurde, gab es einen Dank des Vereins in Gestalt eines kleinen Angebindes (Sekt und Merci-Pralinen) an das Ensemble und alle Mitarbeiter des Zittauer Hauses, die hinter den Kulissen in den verschiedenen Bereichen und Gewerken zum Erfolg beitragen. 

Unser Dank  schließt auch speziell die innovativen Ideen ein, die sich nach der Schließung der beiden Häuser im März digital den Weg bahnten. Auch die eindrücklichen Lesungen des Schauspiels im stimmungsvollen Klosterhof werden in Erinnerung bleiben. Ein Gruß ging auch an das Görlitzer Team, denn zusammen  verschaffen die verschiedenen Sparten den Zuschauern aller Altersstufen und den verschiedenen Interessengruppen immer wieder schöne und nachhaltige  Theater- und Konzerterlebnisse.

Vor fast genau 30 Jahren im Sept.1990 wurde der Verein „Freunde des Zittauer Theaters“ auf den Weg gebracht, um das Zittauer Theater in einer schweren Zeit als einen Ort der anspruchsvollen Bildung und der niveauvollen Unterhaltung für Jung und Alt zu erhalten und zu fördern. Seitdem wirkt der Verein in diesem Sinne, gibt ideelle und materielle Unterstützung. Im Jubiläumsjahr ist mancher Plan wegen Corona auf Eis gelegt. Aber wir sind da und wir können noch viele tatkräftige Mitstreiter gebrauchen!

Die Theaterfreunde wünschen dem GHT eine gute Spielzeit 2020-21 und viele zufriedene Zuschauer!

Prof. Dr. Bärbel Fliegel
Vorsitzende

Willkommen zurück…

eine kleine Aufmerksamkeit

sagten Prof. Bärbel Fliegel und Undine Winkler vom Vorstand der Freunde des Zittauer Theaters stellvertretend für die vielen Theaterliebenden in unserer Region.

Nicht nur die Schauspielenden, alle Mitarbeitenden am Zittauer Theaterstandort konnten sich über eine kleine Aufmerksamkeit zur Spielzeiteröffnung am 12. September 2020 freuen. „Die Theaterfreunde sagte Danke – Merci! Wir wünschen eine gute Spielzeit unter ungewöhnlichen Bedingungen und viele Zuschauer“, so die Vorsitzende der Zittauer Theaterfreunde Prof. Bärbel Fliegel.

Gedanken zum Theater im Corona-Modus

Liebe Theaterfreunde,

schon oft habe ich Sie in meiner Rubrik „Und demnächst wieder einmal ins Theater“ auf neue Inszenierungen aufmerksam gemacht und meine Gedanken zu den Stücken und Konzerten geäußert. Gern würde ich das wieder tun, aber leider hat unser Theater vor fast 12 Wochen das letzte Mal die Vorhänge geöffnet und vor Publikum gespielt. Von einem auf den anderen Tag musste es am 14. März 2020 wegen der Corona-Pandemie schließen. Die anstehenden Premieren in Zittau und Görlitz entfielen. Die Angst vor Ansteckung und um die Lieben, die Vorsichtsmaßnahmen, die selbst auferlegte und auch vorgeschriebene Isolation, die wir alle erlebt haben, ließen uns vielleicht nicht zu allererst an das Theater und seine Akteure denken. Aber so nach und nach kommt mit der Aufhebung der strengen Maßnahmen auch die Lust auf Theater wieder, tun sich die Fragen nach den Konzepten für eine baldige Theateröffnung, nach den Vorhaben für die neue Spielzeit und den Möglichkeiten für Theater unter den Abstands- und Hygieneregeln auf. Mit der Verordnung vom 12. Mai dürften die Theater in Sachsen ja auch wieder mit einem entsprechenden Konzept öffnen. Kurz zuvor gab es ja noch die Vorgabe des Ministeriums, die aktuelle Spielzeit an den staatlichen Bühnen zu beenden, was zur Absage der gesamten Spielzeit und des Sommertheaters durch das GHT führte.
Beruhigend ist, dass das Gerhart-Hauptmann-Theater frühzeitig Lösungen für die Künstler und die Belegschaft gesucht und Kurzarbeit beantragt hat. So gibt es eine Absicherung und die Personalkosten fressen das Budget nicht auf. Die Einnahmen fehlen natürlich, besonders aus dem immer gut besuchten Sommertheater. Es stellen sich uns viele Fragen: Wie wird und kann das Theater das verkraften? Welche Hilfen sind nötig? Was können wir als Theaterfreunde tun? Wie könnte eine baldige Öffnung gehen? Was steht entgegen? Ist das Publikum überhaupt bereit, sich in geschlossenen Räumen mit vielen anderen Menschen aufzuhalten? Wie sind die Akteure und das Publikum sicher zu schützen? Wie wird die Lage im Herbst sein? Ist es ökonomisch vertretbar, vor wenigen Leuten zu spielen? Viele Fragen, auf die wir keine Antwort haben.

Mitten hinein in meine Überlegungen kommt nun über Facebook die Information, dass das Theater wieder kleine Veranstaltungen vorbereitet. Bereits am 6. Juni gibt es in Görlitz mehrfach ein Klavierkonzert von Ragna Schirmer mit 30 „Goldberg- Variationen“ von J. S. Bach für jeweils 30 Zuhörer. In Zittau werden z.B. Lesungen im Klosterhof geplant. Bitte Informieren Sie sich regelmäßig auf der Internetseite des Theaters.
Im Übrigen waren die Künstler in der Auszeit nicht untätig. Das Publikum wurde und wird nicht vergessen, sondern wie bei vielen weiteren Theatern auf anderen – digitalen – Wegen angesprochen. Beim Opern- und Sinfonieraten mit dem singenden Dramaturgen des Musiktheaters I. Zöllner kann man sein Wissen prüfen, schöne Tanzszenen stellte die Tanzcompanie ins Netz. Hans-Peter Struppe liest Anekdoten des früheren Tenors Werner Mende. Die Musiker haben jeweils einzeln und vernetzt kleine Musikstücke eingespielt. Die Schauspieler agieren als „Künstler allein zu Haus“ und erlauben individuelle Einblicke – oft der skurrilen Art. Sicher erreicht dieses „digitale Theater“ nur ein Teil des Publikums und ersetzen kann es das Erlebnis einer Vorstellung nicht. Aber erkennbar stellt es eine Erweiterung der Möglichkeiten, eine Ergänzung des Programms dar, die auch künftig sinnvoll genutzt werden können.

Kultur insgesamt – einschließlich Theater in allen seinen Facetten – ist für die Gesellschaft unverzichtbar. Gerade in schweren Zeiten gibt sie Kraft und Zuversicht ebenso wie Entspannung und Ablenkung. Sie kann und sollte auch beitragen, den notwendigen Dialog in der gespaltenen Gesellschaft „kulturvoll“ zu führen. Ich freue mich darauf!

Ihre
Prof. Dr. Bärbel Fliegel
Vorsitzende

Theaterfreunde unterstützen Erneuerung der Beleuchtung

Die „Freunde des Zittauer Theaters“ unterstützen die dringend notwendige Erneuerung der Beleuchtungsanlage des Gerhart-Hauptmann-Theaters am Standort Zittau.

Zuvor hatte bereits der Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien Finanzmittel zur Erneuerung der Beleuchtung freigegeben. Der Abruf dieser Förderung ist an die Bereitstellung von Eigenmitteln der Stadt Zittau geknüpft.

Die „Freunde des Zittauer Theaters“ möchten mit ihrer Spende in Höhe von 2.650 Euro zur schnellen Umsetzung der Maßnahme beitragen.

„Ich freue mich sehr über die großzügige Spende der Freunde des Zittauer Theaters für dieses Vorhaben“, so Oberbürgermeister Thomas Zenker, „denn sie wird es uns trotz Haushaltskonsolidierung ermöglichen, schnell für das notwendige Bühnenlicht in unserem Theater zu sorgen.“

Prof. Dr. Bärbel Fliegel, Vorsitzende der Zittauer Theaterfreunde und der Schatzmeister des Vereins Jens Hentschel-Thöricht ergänzen: „Dank unserer Spender und Mitglieder ist es uns als Förderverein des Zittauer Theaters möglich, die benötigte Summe zur Verfügung zu stellen. Wir freuen uns auf die Zeit nach Corona, wenn uns das Schauspielensemble wieder mit großartigen Theaterstücken begeistern wird. Dann auch im „richtigen Licht“.“

Solidarität mit unserem Theater

Liebe Freunde des Zittauer Theaters,

am 27. März war Welttheatertag. Aber das Gerhart Hauptmann-Theater (GHT) hat – wie alle Kulturstätten – wegen der Corona-Pandemie  geschlossen. Wir vermissen es sehr! In dieser unsicheren Zeit hat der Vorstand den Theaterschaffenden gedankt  und natürlich unsere weitere Unterstützung zugesagt.

Auf der Web-Seite des Theaters können Sie sehen, dass vorerst bis zum 31. Mai alle Vorstellungen abgesagt sind. Was danach wird ist noch  ungewiss. Sicher haben Sie alle schon Karten  für diese Zeit erworben, die man gegen Preisrückzahlung zurückgeben kann.  Mitglieder des Vereins haben angeregt –  unabhängig vom rechtlichen Anspruch – auch über einen Verzicht darauf nachzudenken und so unser Theater zu unterstützen. Die Informationen des GHT zur Erstattung des Kartenpreises sind übrigens zwischenzeitlich  geändert worden und sehen neben der Rückerstattung des Preises  die Annahme  von Gutscheinen und auch die Spende des Kartenwertes vor.  Wir möchten Ihnen das zu bedenken geben. Es ist ein, wenn auch zugegebenermaßen nur kleines, Zeichen der Solidarität mit unserem Theater – aber wenn doch einige mitmachen würden, hilft es bestimmt ein bisschen. Und für unsere Theatermacher, die jetzt zu Hause sein müssen, ist es vielleicht auch eine kleine Aufmunterung, dass sie nach Corona von uns wieder gebraucht werden.

Freuen wir uns darauf, dass sich zu gegebener Zeit  die Vorhänge wieder heben und wir schöne Theatererlebnisse haben können.

Bis dahin kommen Sie gut durch die Krise, bleiben Sie gesund und unserem Theater treu!

Prof. Dr. Bärbel Fliegel