Rückblick: Sommertheater 2018

Liebe Theaterfreunde,

nun ist es seit einigen Tagen herbstlich kühl und die Gedanken gehen manchmal schon voraus auf die Weihnachtszeit. Dennoch soll an dieser Stelle noch einmal  kurz zurück geschaut werden auf die „heiße“ Sommersaison unseres Theaters.
Mein Fazit: Da gibt es nichts zu  meckern, das war feinstes Theater im Schillergarten hinter dem Theater  und ein tolles Abenteuer- und Gruselspiel für die ganze Familie auf der Waldbühne in Jonsdorf. Sogar das Wetter hat mitgespielt, auch wenn  es die Sonne bei der Nachmittagsvorstellung auf der Waldbühne zu gut gemeint hat, falls man keinen schattigen Platz ergattert hatte.

„Venedig im Schnee“ überzeugte  durch eine lustige Geschichte, viel Wortwitz, Situationskomik und vor allem durch die Spielfreude der vier Akteure.
Auf der Waldbühne wurde in der Uraufführung  „Die 7. Geisterstunde“ der tolle Junker – eine Zittauer Sagengestalt – zum Leben erweckt. Da gab es alles, was so ein Stück braucht:  Mutige Helden, gruselige Gestalten, schöne Frauen, feurige Reiter und pyrotechnische Effekte.  Gut einstudierte Massenszenen und  Kämpfe sowie eine schöne Ausstattung trugen zum Erfolg bei. Vielleicht war die Wiederholung der Opferrituale etwas zu viel, aber da  eine Erlösung von der Pein folgte, waren die Zuschauer zufrieden und spendeten viel Beifall.
Hervorzuheben ist der hohe personelle Aufwand der Inszenierung, die  in der bewährten Hand der Schauspielintendantin D. Szalma lag. Neben allen Schauspielern waren viele Statisten, darunter auch Mitglieder des Theater-Jugend-Clubs,  mit Eifer dabei. Es gab überall auf dem großen Areal der Naturbühne  etwas zu entdecken und zu staunen, z.B. dass der eine oder andere – wie von Zauberhand geleitet –  am anderen Ende oder hoch oben wieder auftauchte.

Das Spukspektakel ist nun Geschichte, schade für den, der es verpasst hat. 
Anders ist es mit dem Görlitzer Sommerstück, das wandert vom Stadthallengarten demnächst  in das feste Haus. „Der Zauberer von Oz“ ist eine gut gemachte Inszenierung und  ein Besuch lohnt sich – ob mit oder ohne Kinder bzw. Enkel auf jeden Fall.
Und ein Wiedersehen mit „Venedig im Schnee“ gibt es im nächsten Sommer in Görlitz!

Also, demnächst mal wieder ins Theater!

Ihre
Prof. Dr. Bärbel Fliegel

Spielzeiteröffnung 2018/19 am GHT Görlitz – Zittau

PREMIERE am 15.09.2018 mit dem Hildegard Knef – Abend „Das Glück kennt nur Minuten“

Eine persönliche Ansicht von Elke Fasler

„Haben sie das erwartet?“ – fragt die Knef, dargestellt von der Görlitzer Sopranistin Yvonne Reich –  mehrmals während der Vorstellung das Publikum.  – Ich persönlich kann auf diese Frage nur antworten, dass ich nach der zweistündigen Vorstellung die Schauspielerin, Sängerin und Buchautorin Hildegard Knef NEU entdeckt habe.  Natürlich war mir bekannt, dass das Leben des Weltstars nicht nur auf „Rosen gebettet“ war.  Insbesondere in den deutschen Medien wurde streckenweise zu wenig über das große künstlerische Talent, sondern  in den Klatschspalten u. a. vordergründig über einen „sensationellen Verschleiß an Männern“, Facelifting, Luxus, Finanzkrisen u. a. spekuliert.  Warum die Knef sich trotz dieser Skandalisierung  nicht hat unterkriegen lassen und sie weiterhin als Künstlerin fast bis an ihr Lebensende international begeistern  konnte, das erschließt sich  nach der Inszenierung von Stephan Bestier. – Wir erleben einen Star ohne Allüren, zutiefst menschlich, sensibel, klug, selbstkritisch und voller Selbstvertrauen. Hilde, die unbedingt Schauspielerin  werden wollte und dafür hartnäckig und mit enormem Fleiß alles dafür Notwendige getan hat, um diesen Traum in die Realität umzusetzen, bewahrt sich bis zum Ende der Bühnenlaufbahn dieses Durchhaltevermögen.  „Der Aufstieg zu einer Berühmtheit war nie geplant, sondern es hat sich so ergeben“, – so  zu erfahren an diesem Theaterabend. Yvonne Reich war bei der Umsetzung der Rolle gut beraten,  KEIN Double der Knef  sein zu wollen. Mit bemerkenswerter Natürlichkeit lässt sie den Betrachter am Seelenleben, der Denkweise, Sorgen und Wünschen dieser außergewöhnlichen Frau teilhaben. Die Reich vermittelt mit ihrer verhaltenen Darstellung der Knef glaubhaft, dass diese starke Persönlichkeit sich trotz des internationalen Starrummels nie eingebildet hat, etwas Besonderes zu sein. Die Chance, den facettenreichen Charakter dieser markanten  Frau uns nahe zu bringen, wird  durch die kluge Auswahl der einzelnen Lebenssituationen möglich. Stephan Bestier entschied sich für weniger bekannte Episoden, die in der Kombination zwischen Liedern und dazu passenden Ereignissen die Chance bieten, zu verstehen, WARUM Hildegard Knef so war, wie sie war –   nachdenklich, melancholisch, schnodderig, humorvoll, voller Selbstironie und Selbstzweifel und auf der ewigen Suche nach dem, was von ihrem Künstlerleben bleibt.  Stephan Bestier ist mit diesem „unspektakulären Einblick“ in unterschiedliche Lebensphasen der Hildegard Knef wiederholt eine besondere, berührende Inszenierung gelungen. Dass dieses „Experiment“ aufging, ist allen Beteiligten dieser Aufführung zu verdanken.  – Szenenbild inklusive der  Einbeziehung der großen Videoleinwand, Dramaturgie, Maske, Kostüm und die hervorragende musikalische Begleitung  machen die sensible Darstellung der Knef durch Yvonne Reich erst möglich.   –  Es ist ein „DenkMal“  über die legendäre Hildegard Knef entstanden, welches nach Ende der Vorstellung zum Nachdenken anregt und auch uns „Otto – Normalverbrauchern“  ermutigt, sich  in Lebenskrisen nicht unterkriegen zu lassen und sich treu zu bleiben.  – Die Knef, frei von Star – Allüren,  würde sicher über meine persönliche Einschätzung  in ihrer typischen Art lachen und salopp sagen – „Wenn es das ist,  was von mir bleibt, na dann…“

Yvonne Reich, Stephan Bestier und allen Beteiligten an diesem  „Hildegard Knef – Abend“ gebührt herzlicher Dank und Respekt vor der künstlerischen Leistung. Weiterhin  ganz viel Erfolg.

Wer diese Inszenierung noch nicht gesehen hat und seine eigenen Erfahrungen mit der Knef/Yvonne Reich austauschen möchte, sollte sich ganz schnell Karten sichern.

Wahl der beliebtesten Schauspieler und des besten Stückes

Sie können wieder die beliebtesten Schauspieler und Stücke der aktuellen Spielzeit wählen. Im Rahmen der Spielzeiteröffnungsgala am 6. Oktober sollen die Sieger dann mit dem Gerhart-Hauptmann-Theater-Preis ausgezeichnet werden, der auch dieses Jahr vom Theaterverein finanziell unterstützt wird.

Abstimmen!

Damit es eine repräsentative Wahl ist, sollten so viele Theaterbesucher wie möglich an der Wahl teilnehmen. Abstimmen können sie auf der Internetseite des Theaters (www.g-h-t.de/de/Gerhart-Hauptmann-Theater-Preis ) oder per Abstimmungskarte, die an der Theaterkasse und in verschiedenen Geschäften in der Zittauer Innenstadt wie beispielsweise dem Weltladen auf der Reichenberger Straße ausliegen. Bitte beachten sie, dass sie nur eine Stimme pro Kategorie (Lieblingsstück, Lieblingsschauspieler, Lieblingsschauspielerin und bestes Amateurtheaterstück) abgeben und dass sie pro Person nur einmal an der Wahl teilnehmen dürfen.

Abschied von Stephan Bestier und Kerstin Slawek

Ein Köfferchen mit Zittauer Utensilien soll sie an diese Zeit erinnern und anregen, mal wieder her zu kommen. Nach dem Motto: Ich hab noch einen Koffer in…. Zittau.

Nun ist die Spielzeit 2017/18 vorbei  und es heißt Abschied nehmen von zwei langjährigen Ensemblemitgliedern. Zur „blauen Stunde“ trafen sich bereits  am  19. Juli 2018 das Theatervolk, Freunde und Gäste zu den Abschiedsprogrammen von Stefan Bestier und Kerstin Slawek im Theaterfoyer.

Es war ein emotionaler, wehmütiger, lustiger, informativer und  z.T. auch chaotischer v.a. aber ein  besonders langer Abend, an dem die Zuschauer manchen Akteur auch in ungewohnter Rolle erleben konnten.

Die Konzepte der beiden Scheidenden waren so verschieden, wie die beiden Menschen es sind.

Stephan Bestier hatte mehrere Kollegen eingeladen, mit ihm gemeinsam ein musikalisches Programm zu bestreiten. So konnte man  Maria Weber und Marc Schützenhofer, mit einem Song aus “Eine Sommernacht“ sowie  Sabine Krug, Kerstin Slawek, Florian Graf und sogar Dorotty Szalma im Duett mit ihm erleben. Ein Höhepunkt mit emotionaler Tiefe war „Bitte geh nicht fort“ von Jaques Brel. Das hätte so mancher Zuschauer ihm auch gern gesagt.  Begleitet wurden sie von Frau Zenker am Flügel. Obwohl Stephan wie gewohnt versuchte, die Kontrolle über den Abend zu behalten, gelangen den Kollegen doch einige Überraschungen, wie z.B. Renate Schneider, die gleich zu Beginn spitzzüngig  aus dem Nähkästchen plauderte, Lisa Maria Kurzmann, die selbst Geschriebenes vortrug und auch David Thomas Pawlak, der mit dem kleinen Maulwurf in Erinnerungen kramte.

Im 2. Teil des Abends  erinnerte  Kerstin Slawek an ihre Arbeitsjahre  als Dramaturgin und Schauspielerin am hiesigen Haus.  In dem auf der Bühne nachgestellten engen Büro  versuchte sie gemeinsam mit Gerhard   Herfeldt  ein Konzept für das Abschiedsprogramm zu entwickeln.   Zwischen Telefonaten,  Platzgerangel und  Computerproblemen wurde die Idee durchgespielt, den Zuschauern  Begriffe aus ihrer Wiener Heimat z.B. zum Abschied und zum Sterben  zu erklären. Das war amüsant.   An ihre am Haus  gespielten Rollen erinnerte Kerstin durch Kostümwechsel  (Maria Stuart, Titania, Kater usw. ) Die Kollegen kamen als Gäste mit Geschenken, Anekdoten und Erinnerungen, die mehr oder weniger erzählbar waren. Extra für sie wurde das Sofa vom Café Jolesch auf die Bühne geholt, auf dem sie wohl öfter die Ruhe suchte und ein Bier genoss.

Die „Freunde des Zittauer Theaters“ e.V. bedankten sich bei  beiden scheidenden Künstlern für die  anregenden Jahre und wünschten ihnen alles Gute für die Zukunft.
Ein Köfferchen mit Zittauer Utensilien soll sie an diese Zeit erinnern und  anregen, mal wieder her zu kommen. Nach dem Motto: Ich hab noch einen Koffer in…. Zittau.

„Dienstags wird gebadet“ zumindest in Oybin

Lesung in Oybin

Darauf sind die „Freunde des Zittauer Theaters“ am 26. Juli während der Lesung „Guten Abend, du Schöne“ im Oybiner Haus der Gastes hingewiesen worden.
Zu der Lesung wurden wir von der Autorin und Journalistin Martina Rellin eingeladen. Sie lebt und arbeitet in Oybin sowie in Berlin.

Und seit 2017 bietet Sie regelmäßig ein „Schreibwerkstatt“ an. Manchmal gibt es Schnupperkurse, „normale” Kurse dauern einen Tag bis eine Woche und hier vermittele ich allen Freundinnen und Freunden des Schreibens (oder solchen Menschen, die  sich mit dem Schreiben anfreunden wollen) das Handwerk des Schreibens – und die Freude daran.

Manche Geschichten, die in dieser Schreibwerkstatt entstehen, werden interessiertem Publikum in einer Lesung – wie am 26. Juli – vorgestellt. Kurzweilig, interessant, zum schmunzeln aber auch zum nachdenken. Erfrischend. Eine richtige Premiere und so nicht wiederholbar! Tolle Texte, die überraschen und zeigen: Schreiben ist ein wunderbares Hobby – und noch viel mehr… Ein Abend für alle, die sich die Freude an Phantasie und dem wirklichen Leben bewahrt haben. Für Leseratten. Für Entdecker. Für alle!

Der nächste Premierentermin ist am 7. August, 19.30 Uhr im Haus des Gastes in Oybin und steht unter dem Titel „Dienstag wird gebadet“ – lassen Sie sich überraschen.

5. August 2018 – 16 Uhr – Waldbühne Jonsdorf – Zuckertütenfest

Fast alle Kinder sehen dem Schulanfang mit großer Freude und Neugierde entgegen. Das Gerhart-Hauptmann-Theater möchte diese besondere und aufregende Erfahrung nutzen und kleinen wie großen Gästen einen unbeschwerten Tag in familiärer Atmosphäre bieten. Daher laden wir am 05. August alle Schulanfänger, Familienmitglieder, Bekannte und Freunde zum jährlichen »Zuckertütenfest« ein. Mit tatkräftiger Unterstützung des Kinder-Spiel-Landes Görlitz steht einem aufregenden Aktionsnachmittag nichts mehr im Wege. Ein buntes Unterhaltungsprogramm mit Bastelaktionen, Tanz und viel Spiel, Spaß und Freude bietet, was das Kinderherz begehrt. Kleine Zuckertüten warten zwischen Baumwurzel- und Krone auf fleißige Abnehmer – eine gute Grundlage für die anschließende Vorstellung unserer Sommertheaterinszenierung »Die 7. Geisterstunde – Die Rückkehr des tollen Junkers«.

Natürlich ist der Eintritt für alle Schulanfänger frei!

Vorfreude auf die Spielzeit 2018/19

Im Mai hat die Theaterleitung den Spielplan für die kommende Spielzeit vorgestellt. In der neuen Saison erwartet uns alle viel Neues und Unbekanntes, zwei Uraufführungen, vertraute und neue Gesichter sowie andere Abläufe im Theaterbetrieb. Vor allem aber können wir uns auf viele spannende, humorvolle und dramatische Stücke freuen. Den Anfang macht – wie es viele Jahre am Zittauer Theater Tradition war – eine Komödie: „Der Neurosen-Kavalier“ von Gunther Beth und Alan Cooper hat am 13. Oktober Premiere. „Der Neurosen-Kavalier“ zählt mit über 6.600 Aufführungen in 89 Produktionen zu den erfolgreichsten deutschen Boulevardstücken. Nun sind wir gespannt, wie Schauspielintendantin Dorotty Szalma die Geschichte auf die Bühne bringen wird.

Auch Heiner Müllers Zweipersonenstück „Quartett“ ist schon oft auf deutschen Bühnen gespielt worden, so unter anderem in Bochum (Uraufführung 1982), Wien, Köln, Frankfurt/Main und Weimar. Heiner Müller inszenierte sein eigenes Stück 1994 fürs Berliner Ensemble mit dem legendären Martin Wuttke und Marianne Hoppe. Unvergessen ist ebenso die Inszenierung 2014 am Theater in der Josefstadt in Wien mit Elisabeth Trissenaar und Helmuth Lohner. Mit derartigen Bühnenstars kann das Zittauer Theater nicht aufwarten, aber auch Sabine Krug und Klaus Beyer – zwei der beliebtesten Schauspieler des GHT – zuzusehen, lohnt auf jeden Fall. Premiere in Zittau ist am 27. Oktober.

Beim diesjährigen Weihnachtsmärchen wird es märchenhaft: Das Theater hat sich für Hans Christian Andersens Märchen „Die Schneekönigin“ entschieden. Dieses Stück – Premiere ist am 24. November – bedeutet für das Zittauer Publikum auch ein Wiedersehen mit Stephan Bestier, der zum Ende dieser Spielzeit das Ensemble verlassen und als Regisseur des Weihnachtsmärchens zurückkehren wird. Der Klassiker der Kinderliteratur wird mit Sicherheit seinen Weg in die Herzen von Klein und Groß finden.

Die ganz kleinen Theaterbesucher können sich ab dem 2. Dezember auf das Stück „Ach du heiliger Bimbam!“ freuen. Sie erwartet eine bunte Mischung aus internationalen Kinderliedern.

Im neuen Jahr wird der Premierenreigen dann mit dem Kriminalstück „Revanche“ (ab 19. Januar 2019) eröffnet. Das Stück des britischen Dramaturgen Anthony Shaffer (1926-2001) ist bereits in den 1970er Jahren erfolgreich auf der Bühne gespielt worden. Auch in Zittau sei dem Kriminalstück eine lange Laufzeit gewünscht. Geplant sind vorerst bis zum April 2019 sieben Vorstellungen in Zittau, aber das kann bei großer Nachfrage natürlich noch mehr werden. Regie führt bei „Revanche“ Patricia Hachtel, die bereits mehrfach als Gastschauspieler und -regisseurin am GHT tätig war. Ab der kommenden Spielzeit wird sie festes Mitglied im Schauspielerensemble sein. Dazu beglückwünschen sie die Theaterfreunde ganz herzlich.

Auch ein Musical darf in der kommenden Spielzeit nicht fehlen: „Der kleine Horrorladen“ (Premiere am 2. März 2019). Vor zehn Jahren – damals noch unter der Intendanz von Roland May – stand dieses Stück schon einmal auf dem Spielplan des Zittauer Theaters. Mit Sicherheit wird auch die neue Inszenierung wieder ein schauspielerischer und musikalischer „Leckerbissen“.

Besonders freuen wir uns auf die beiden JOS-Produktionen „The Walking Z“ (Premiere: 23. März 2019) und „Der Kommissar verschwindet“ (Premiere: 12. April 2019). Die beiden Writer-in-Residence-Autoren Daniel Ratthei und Sascha Hargesheimer haben die Stücke extra für das Zittauer Theater entwickelt. Sie spiegeln die Mentalität, die Geschichte, die Atmosphäre und das Zusammenleben im Dreiländereck auf eindrückliche Art und Weise wider.

Mit Schillers „Die Räuber“ kehren die Schauspieler ab dem 11. Mai 2019 nach ihrer diesjährigen Stippvisite im Theatergarten in den Zittauer Klosterhof zurück.

Zweifellos der Coup der nächsten Spielzeit erwartet die Theaterbesucher auf der Waldbühne in Jonsdorf – dort wird im Sommer 2019 die Westernparodie „Vier Fäuste für ein Halleluja“ (Premiere: 29. Juni 2019) gespielt. Vielen wird der Titel bekannt vorkommen. Und sie haben Recht, das Stück basiert auf dem gleichnamigen Film mit den beiden Haudegen Bud Spencer (1929-2016) und Terence Hill (*1939). Vielleicht gelingt es ja, Terence Hill höchstpersönlich in die Oberlausitz einzuladen. Viele Fans des schlagkräftigen Duos würden sich das wünschen.

Natürlich wird es auch wieder zahlreiche ZwischenSpiele, Wiederaufführungen älterer Stücke und Auftritte des Görlitzer Musiktheaters geben. Und so können wir unserer Schauspielintendantin zustimmen, die dazu auffordert: „Lassen Sie uns gemeinsam auf Entdeckungsreise gehen, Neues sehen und fühlen und das Unerwartete begrüßen!“

Ausfahrt zum Tom Pauls Theater nach Pirna

Tom Pauls Theater Pirna

Die diesjährige Theaterausfahrt führte uns Zittauer Theaterfreunde auf vielfachen Wunsch am 09. Juni 2018 in das Tom Pauls Theater nach Pirna. Schon im November, zum offiziellen Kartenvorverkaufsstart,  hatte sich der Verein 45 Tickets gesichert. Denn die Veranstaltungen sind regelmäßig ausverkauft – vor allem die mit Tom Pauls selbst. Es brauchte keine 24 Stunden, und die Karten waren an den Mann oder die Frau gebracht. Die Nachfrage war sogar so groß, dass viele Interessenten nur auf die Warteliste kamen. Mancher hoffte natürlich, doch noch zum Zuge zu kommen. Letztlich hatten alle von der Warteliste die Chance, mitzufahren, da es wider Erwarten doch eine ganze Reihe von gesundheitsbedingten und familiären Ausfällen gab.

Die Mitfahrer – das waren Vereinsmitglieder mit Familie und Freunden, aber auch interessierte Außenstehende – erlebten einen schönen Nachmittag und Abend.

Trotz Gewitterregens zum Start der Busausfahrt und einiger Umleitungen konnten wir nach einer Fahrt durch die Oberlausitz das Ziel im der Sächsischen Schweiz pünktlich erreichen. Es blieb noch etwas Zeit für einen Bummel durch die malerische Altstadt Pirnas und für eine kulinarische Stärkung. Mancher fand in Ilses Kaffeestube Platz, aber auch rund um den wunderschönen  Marktplatz bot sich eine unerwartete Vielfalt von Gaststätten und Cafés mit Außenplätzen an. Da reift schon bei Manchem der Entschluss: demnächst wieder einmal nach Pirna!

Das direkt am Markt gelegene Peter-Ulrich-Haus beinhaltet neben dem Theater, die Ilse-Bähnert-Stiftung, Ausstellungen, Gastronomie und ein Lädchen. Es ist das Baumeisterhaus des berühmten sächsischen Architekten aus der Spätgotik, das dank des Engagements von Tom Pauls hervorragend restauriert nun seit 2011 mit Theater, Kabarett, Gastspielen und vielfältigen kulturellen Angeboten die Gäste aus Nah und Fern anzieht. Wir konnten den vielseitigen Akteur, Theaterleiter, Schauspieler, Autor, Musiker persönlich erleben. Tom Pauls las und erzählte aus seinen privaten Erinnerungen „Das wird mir nicht nochmal passieren – meine fabelhafte Jugend“ in seiner unverwechselbaren Art, spielte Gitarre und sang mit der Begleitband, in der zwei Söhne mitspielten, die kultigen Rocksongs  der Jugendzeit. Von Anfang an war das Publikum aktiv dabei, hat man doch das eine oder andere  so ähnlich oder auch ganz anders erlebt und nach den Hits getanzt. Trotz der tropischen Temperaturen im Zuschauerraum wurde mitgeklatscht  und -gesungen. Gut, dass es in der Pause erfrischende Getränke im historischen Gemäuer gab und sich zugleich die Möglichkeit bot, einen Blick in die Ausstellungen  über Lene Voigt und über die Restaurierungsarbeiten am Baumeisterhaus zu werfen sowie die anderen Räumlichkeiten kennen zu lernen.  

Fazit: Die Theaterfahrt 2018 war ein schönes Erlebnis für die Vereinsfreunde und Theaterliebhaber. Bleibt zu wünschen, dass die Mitfahrer nicht nur  bei der nächsten Fahrt wieder mit auf Reisen gehen, sondern auch dem Zittauer Theater die Treue halten und bei dem einen oder anderen Vorhaben der Zittauer Theaterfreunde  mit dabei sind!

Für den Vorstand
Prof. Dr. Bärbel Fliegel und Jan Lange