Im März und April erwarten die Theaterfreunde besondere Premieren

Am 23. März hat die gemeinsame Inszenierung des TheaterJugendClubs mit dem Schauspielensemble Uraufführung, welche der Verein erneut mit 2.000 € fördert. Im Stück „The Walking Z“, das Daniel Ratthei im vergangenen Jahr als Auftragswerk für das Zittauer Theater geschrieben hat, sind die Zombies in Zittau los und die hiesige Theaterjugend  darf sich vielfältig in Szene setzen.
Am 12. April 19.00 Uhr kommt das Kriminalstück „Der Kommissar verschwindet“ von Sascha Hargesheimer gleich parallel in drei Varianten auf die Bühnen in Zittau, Liberec und Jelenia Gora.  Dieses innovative Ereignis im Dreiländereck sollte man nicht verpassen.
Für beide sind (bisher) nur wenige Vorstellungen geplant. Also schnell Karten sichern!

„Auf hoher See“

3 Personen sind „Schiffbrüchig“, stehen und sitzen auf einem schaukelnden Decksteil, überragt von einem Masten, um sie herum Wannen zum auf fangen von Regenwasser. Sie haben Hunger und finden nichts mehr zu Essen, in der geretteten Schiffstruhe. Der Anführer, der „Dicke“ schlägt vor jemanden zu opfern und zu essen.

Aber wie soll das Opfer gefunden werden. Eigentlich steht der Jüngste, der “Schmächtige“ als Opfer schon fest, jedoch das „Opfer“ wehrt sich, will einfach nicht. Nun werden Versatzstücke der Demokratie benutzt um dem „Jüngsten“ klar zu machen, er solle zum Wohle der Mehrheit gegessen werden. Es werden also Wahlen und andere „Volksbefragungen“ durchgeführt, solange bis das schon feststehende Ergebnis stimmt. Der „Mittlere“ heizt die Stimmung an, immer fein drauf bedacht, nicht selbst in irgendeine Schusslinie zu kommen, nach oben kriechen, nach unten treten. Da hilft kein wehren, jede Bestialität kann demokratisch bemäntelt und legitimiert werden. Da kommt ein Postbote angeschwommen, bringt irrsinniger weise einen Brief, er könnte die Rettung für den Jüngsten bringen, nein, die „Schiffbruchdemokratie“ hat sich festgelegt, die Frage wird eben einfach verändert. Diese „Demokratie“ schützt nicht mehr, hat vielleicht nie bestanden.

Das Schlussbild, wie ein Altarbild, das Opfer am „Mastkreuz“ hat sich mit seiner Opferrolle abgefunden, die „Schächer“ links und rechts heben begeistert ihr Besteck, erwarten das Mahl.

Ein Spiegel, der uns vorgehalten wird: „Sehet! Das ist der Mensch“!

-sehenswert, wunderbare Schauspieler-

ZI You – Fest der Festivals

Am 22. und 23. Februar 2019 startete das erste Fest der Festivals der Region unter dem Namen Zi You im Zittauer Theater. Die Vertreter des Neiße Filmfestivals, des Mandaujazz Festivals, des J-O-S Festivals sowie des Lipa Musica Festivals & „Kommen und Gehen“ – des Sechsstädtebundfestivals stellten sich vor und waren mit Beiträgen in Gestalt von Film, Schauspiel und Konzerten vertreten. Es gelang ein bunter Abend mit vielen Facetten, der auch einiges Publikum in das GHT gezogen hat. Man kann es – vor allem im Rahmen der möglichen Kulturhauptstadtbewerbung Zittaus – als gelungenen Versuch ansehen, die kreativen Kräfte zu bündeln und zu vernetzen.
Das Thema #Zittau2015 stand  auch am Samstag nach dem Theaterfrühstück zur anschließenden öffentlichen Diskussion. Zu spüren war die Überzeugung und die Erwartungen der Akteure, dass der Prozess der Bewerbung – unabhängig vom Ausgang – der kulturellen und infrastrukturellen Entwicklung und dem Zusammenleben in der Region dienen kann.  Zugleich wurden Fragen aufgeworfen, z.B. wie der Prozess der Einbindung und Aktivierung der Bürger weiter beschleunigt werden kann, welche konkreten Ziele im  Vordergrund stehen und welche organisatorischen Maßnahmen nun erforderlich sind. Es wurden auch Befürchtungen erkennbar, dass die Zeit bis zum Bürgerentscheid im Mai knapp wird und das Projekt scheitert, ehe es seine Dynamik und Potenzen entfalten kann. Das Frühstückspublikum im Saal war freundlich aufgeschlossen. Die Bitte, im Mai über die Bewerbung doch zahlreich mit zu entscheiden, quittierte aber mancher mit der Erkenntnis, als  Olbersdorfer oder Mittelherwigsdorfer nicht gefragt zu werden. Das sollte aber nicht daran hindern, sich mit  Ideen einzubringen!

Prof. Dr. Bärbel Fliegel

Revanche

Premierengeschenk der „Freunde des Zittauer Theaters“

Am 19. Januar gab es die kleine aber feine Premiere des Kriminalstücks „Revanche“. Klein, da nur zwei Schauspieler agieren und es  im intimen Rahmen  der Studiobühne inszeniert wurde. Fein, da es spannend war und  schauspielerisch hervorragend gespielt wurde. Ein großer Erfolg beim Premierenpublikum!

Das Stück von Anthony Shaffer (nicht mit seinem Zwillingsbruder Peter Shaffer –„Amadeus“ – verwechseln) ist  ein Psychothriller mit Wendungen bis zur letzten Minute. Das „Spiel“ der beiden Männer  um die Ehefrau bzw. Geliebte wird bald zu  einem  Duell auf Leben und Tod. In der Regie von Patricia Hachtel wird dieses  gegenseitige Belauern der Kontrahenten  von Anfang an sichtbar, der Spannungsbogen  wird –  trotz komödiantischer Einlagen  und  einer  Pause – aufgebaut und gesteigert. Tilo Werner als erfolgreicher Kriminalautor Andrew Wyke  macht die  Verschlagenheit, Überheblichkeit und die kriminelle Energie der Figur sichtbar. Florian Graf  als Milo Tindle überzeugt durch eine anfängliche Naivität, die schnell  in Aggressivität umschlägt  sowie  durch den  „Rollenwechsel“ zu Inspektor Doppler. Beide brillieren mit intensivem Spiel.
Die Ausstattung und der Einsatz der Videotechnik  unterstützt die Handlung, die sich in der Studiobühne auf engem Raum, in direkter Nähe zum Zuschauer vollzieht.

Die Theaterfreunde bedankten sich für den spannenden Abend und steuerten  Utensilien für einen entspannten Versöhnungsabend bei: ein Sortiment Eibauer Bier und Popcorn. Wir wünschen dem Stück viele Aufführungen und  zahlreiche Zuschauer.

Wie sagte Frau Szalma zur Premierenfeier: „Was für ein superaffengeiles Stück!“  Sehen Sie selbst!

Prof. Dr. Bärbel Fliegel

Frohe Weihnachten und ein tolles neues Jahr

Der Vorstand des Vereins „Freunde des Zittauer Theaters e.V.“  wünscht allen Mitgliedern, Förderern und Spendern ein besinnliches und friedliches Weihnachtsfest und einen guten Start in ein erfolgreiches Jahr  2019!

Liebe Freunde des Zittauer Theaters,

Anlässlich der bevorstehenden Weihnachtstage und des Jahreswechsels danke ich im Namen des Vorstands allen Mitgliedern, Förderern und Spendern des Vereins für die Unterstützung unserer Tätigkeit, für die Treue zum Verein und zum Theater im Jahr 2018 von ganzem Herzen. Unser  Dank geht ebenso an die Theaterschaffenden des Gerhart-Hauptmann-Theaters, die dem Publikum 2018 erneut viele berührende, nachdenkliche und unbeschwerte Theaterstunden bescherten.

Der Verein blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2018 zurück. Mit Aktionen und der Hilfe unserer Förderer und Spender konnten wir  traditionsgemäß die gemeinsame Inszenierung des TheaterJugendClubs mit dem Schauspielensemble – das Stück „Oleanna“ – sowie den Gerhart-Hauptmann-Theater-Zittau-Preis bezuschussen. Der beschlossene  Anteil für die Ertüchtigung des Inspizientenpultes in Zittau wird im Dezember übergeben.

Ein großer Erfolg für die Mitarbeiter des Gerhart- Hauptmann – Theaters ist, dass die Politik ab 2019 den Weg zurück in den Flächentarif geebnet hat. Durch unsere Anfrage an den Ministerpräsidenten, die viel Resonanz fand, haben auch wir minimalen Anteil daran. Eine drohende Insolvenz ist abgewendet. Aber zur Deckung der künftigen Kosten und zum Erhalt des qualitativ hochwertigen Theaterangebots  sind nun weitere Überlegungen und auch unser aktiver Einsatz erforderlich.  

Wichtig für unsere Arbeit ist, dass dem Verein vom Finanzamt die Gemeinnützigkeit bestätigt wurde. Ein Höhepunkt des Vereinslebens war die Ausfahrt in das Tom Pauls Theater nach Pirna. Die Theaterjugend war überaus aktiv und an einigen Inszenierungen beteiligt. Nun sind einige Protagonisten auf dem Weg ins Berufsleben und ein Umbruch steht an. Der TheaterSeniorenClub hatte eine erfolgreiche Saison mit dem neuen  Stück erlebt und kann auch von einer Förderung profitieren.

So schauen wir zufrieden zurück und zuversichtlich in die Zukunft und freuen uns auf schöne Stunden in unserem Theater!

Prof. Dr. Bärbel Fliegel

post

Theaterfreunde starten Button-Aktion

Mächtig gewaltig! – kein Geringerer als „Kjeld“ von der Olsenbande präsentierte den Theaterfreunden jetzt die neuen Buttons. Zusammen mit Egon und Benny hatte er sie den geldgierigen Bank-Johannsen abgeluchst, der davon Millionen Stück herstellen und die „Theateraktie“ zum Absturz bringen wollte. Aber das kultige Gaunertrio aus Dänemark hatte natürlich einen Plan: Sie stehlen Bank-Johannsen einfach die Button-Maschine, sämtliche Rohlinge und die bereits angefertigten Buttons. Diese werden nun exklusiv an alle Theaterfreunde weitergegeben – für einen kleinen Beitrag von 3 Euro. Dabei haben die Button auch eine praktische Funktion – sie sind Flaschenöffner und Magnet zugleich. Aber das Wichtigste ist, dass jeder mit dem Button öffentlich zeigen kann „Ich bin ein Freund des Zittauer Theaters“. Wer einen Button erwerben möchte – ist auch ein schönes Weihnachtsgeschenk – kann sich an den Verein wenden oder sein Glück beim Zittauer Weihnachtsmarkt probieren, wo Vereinsmitglieder die Buttons am Theaterstand an die Frau oder den Mann bringen wollen. Die Einnahmen kommen natürlich der Theaterarbeit zugute. Das gleiche gilt für die Tombola, die der Verein zu besonderen Anlässen durchführen will. Start war auch hier bei der Weihnachtsfeier. Rund 150 Euro sind allein an diesem Abend zusammengekommen. Danke an alle, die Lose gekauft haben. Diejenigen, die nicht bei der Weihnachtsfeier dabei sein konnten, müssen deshalb nicht traurig sein. Es gibt weitere Chancen, über die wir sie natürlich rechtzeitig informieren werden.

Zwischenspiel mit Stammtisch extra

Ein furioses Zwischenspiel mit dem Schauspiel “Der Gott des Gemetzels” von Yasmina  Reza konnte das Zittauer Publikum am Mittwoch Foyer erleben. Florian Graf hatte diese Produktion aus Wien zu uns geholt, in der seine Lebensgefährtin  Johanna Withalm neben Monica Anna Cammerlander und Dirk Warme spielte. Er selbst hat kurzfristig die vierte Rolle übernommen. Das Publikum war begeistert.  Die “Freunde des Zittauer Theaters” e.V. freuten sich besonders, im Anschluss in einem “Stammtisch extra” die Darsteller und auch den Regisseur Rüdiger Hentzschel zum lockeren Gespräch zu haben. Die Wiener Gästen zeigten sich aufgeschlossen und gesprächsfreudig, so dass wir einiges aus ihrem Künstlerleben, über das Stück, die Autorin und die Theaterszene in Wien erfahren konnten.  Wir bedankten uns mit einigen Zittauer Andenken und hoffen, sie mal wieder in der einen oder anderen Form in unserer Stadt und dem Gerhart-Hauptmann-Theater begrüßen zu können. Zunächst aber gibt es heute noch einmal das Zwischenspiel. Es lohnt sich!

Prof. Dr. Bärbel Fliegel

Und demnächst wieder einmal ins Theater…

Liebe Theaterfreunde,

haben Sie die Angebote und Neuinszenierungen der Spielzeit in diesem sonnigen Herbst schon genossen? In manchen Fällen ist bekanntlich Beeilung angesagt, denn allzu lange laufen die Stücke leider nicht.
Die Konzerte sind sowieso einmalig – im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn man es verpasst hat, gibt es kaum noch eine Chance.  Der Hildegard-Knef-Abend ist noch ab und an in Görlitz zu erleben. Er wirkt übrigens  bei mir nachhaltiger als gedacht. Es lohnt sich, näher auf das Leben und Werk dieser Frau zu schauen,  vor allem ihre Lieder zu hören und ggf. die Autobiografie zu lesen.
Die spritzige Komödie „Der Neurosenkavalier“  ist nun vorerst abgespielt und wird dann Silvester und Ostern noch einmal in Zittau  für Lachsalven sorgen. Wer es bisher verpasst hat und ohne viel Hintergedanken einen unbeschwerten und  lustigen Abend verbringen will, sollte sich darum bemühen. Die Gags sitzen, die Schauspieler genießen das Spiel und die Ausstattung passt.  Im neuen Jahr gibt es auch 4 Termine in Görlitz.
Momentan wird die große Bühne  für die Proben zum Weihnachtsmärchen „Die Schneekönigin“ gebraucht. Ich denke, das sollte man nicht verpassen. Die Matinee am 4. November hat Lust auf mehr gemacht. Mancher bedauerte,  keine Enkel mehr  zu haben. Das sollte aber kein Hindernis sein, wir werden auch eine Abendvorstellung besuchen. Mehr Zauber hat es natürlich mit Kindern, warum nicht mal die Nachbarkinder überraschen? Die vielen Vorstellungen in Zittau und Görlitz werden auf jeden Fall für alle Akteure eine Herausforderung, z.T. wird in Görlitz drei Mal  hintereinander gespielt.  Da haben die Schauspieler dann Anfang Januar  eine Pause redlich verdient.
Bis zum großen Vorweihnachtsprogramm wird  auf der neuen Studiobühne noch mehrfach „Quartett“ von Heiner Müller gespielt. Im Bericht zum Stammtisch am 17. Oktober habe ich schon einige Anmerkungen vorab gemacht. Nun habe ich das Stück gesehen, nicht zur Premiere sondern zum „Studententag“. Das war eine Erfahrung der eigenen Art! Es kamen reichlich Besucher, das Auslandsamt der Hochschule hatte die  Studenten aus vielen verschiedenen Ländern eingeladen.  Und so sahen junge Leute aus Indonesien, Marokko usw. dieses anspruchsvolle Stück des deutschen Autors, welcher ein französisches Buch aus dem 18. Jahrhundert zur Vorlage nahm. Die  schon für uns schwierige Sprache war für sie erkennbar nicht verständlich. Das bestätigte der chinesische Student, der neben uns saß. Die  in Watton  nachgestalteten nackten, dicken Körper lösten bei den jungen Leuten zunächst verlegenes Lachen aus – auch bei den mit Kopftuch verhüllten Mädchen. Mit großer Aufmerksam verfolgten die Zuschauer das intensive Spiel der beiden Darsteller und erfreuten sich an deren Pathos, Spielfreude und Wandelbarkeit. Sie erkannten, dass Rollen gespielt und dabei die Geschlechterrollen getauscht wurde. Am Ende gab es reichlich Beifall und sicher viele Fragen. Den tieferen Sinn des Stücks, die Intention der Inszenierung und der Ausstattung konnten die Studenten ohne spezielle Vorbereitung nicht erfassen. Leider wurde die angebotene  Einführung des Dramaturgen 30 Minuten vor Beginn nicht genutzt – eine verschenkte Möglichkeit.

Ich hoffe, nach dem schwierigen Einstieg sehen wir diese jungen Gäste auch  zu anderer Gelegenheit wieder einmal in unserem Theater. Manchem anderen Zuschauer wünschte ich die Neugier und Offenheit, die ich auf ihren Gesichtern fand.

Prof. Dr. Bärbel Fliegel

Stammtisch „Quartett“

Stammtisch mit Gerhard Herfeldt

Am 17. Oktober  trafen sich 13 Theaterfreunde zum Stammtisch im Vereinstreff. Hauptthema war die Inszenierung „Quartett“ von Heiner Müller. In bewährter Weise informierte der Chefdramaturg für Schauspiel Gerhard Herfeldt  über Inhalt und  Hintergründe des Stückes,  über den Autor und die Intentionen der Zittauer Inszenierung.

Das von Verfilmungen bekannte Thema  stammt aus dem Briefroman „Gefährliche Liebschaften“ von Choderlos de Laclos aus dem Jahr 1782, der die Verderbtheit des Hochadels aufzeigte und mehrfach verboten wurde. Auch Müllers Stück war in der DDR nicht gern gesehen und erlebte die Uraufführung 1982 in Bochum. Seither wurde es  häufig gespielt. Heiner Müller lässt die beiden Protagonisten in seinem  Stück etwas rätselhaft in einem Zeitraum von vor der französischen Revolution bis  nach dem 3. Weltkrieg in  einem Atombunker zu einem Kampf der Geschlechter aufeinander treffen, wo Sex und Worte zu Waffen werden.

Viele Fragen wurden aufgeworfen. Was kann uns das Stück  in Zeiten der #me too –Bewegung sagen? Wie wird das Spiel mit dem Wechsel der Geschlechterrollen umgesetzt? Welche Idee prägt die Ausstattung der Inszenierung? Die Texte von Heiner Müller sind bekanntlich keine leichte Kost. Von Interesse war daher  auch, wie die Schauspieler Sabine Krug und Klaus Beyer unter der Leitung der Regisseurin Sabine  Wegner den Text erarbeiten, um dem Zuschauer ein leichteres Verständnis zu ermöglichen. Hilfreich ist dabei  möglicher Weise die Intimität  der neuen kleinen Spielstätte auf der Hinterbühne, die auch leisere Töne erlaubt.

Nach diesem anregenden Stammtischabend erwarten wir nun  besser vorbereitet die Premieren.
Seien Sie auch neugierig und offen. Das Nachlesen im Programmheft sowie die angebotene Einführung vor der Aufführung sollten den Zugang erleichtern.

Prof. Dr. Bärbel Fliegel

Ein besonderes Gastspiel

Am 11. Oktober gastierte der bekannte Schauspieler Thomas Thieme im Zittauer Gerhart-Hauptmann-Theater mit der „konzertanten“  Aufführung  „Baal“ von Bertolt Brecht. Begleitet von seinem Sohn Arthur Thieme an der Bassgitarre sprach, schrie, flüsterte  und sang Thieme  mit seiner  markanten, wandlungsfähigen Stimme faktisch alle Rollen des Stücks. Ohne Vorbereitung  wäre  das sicher schwer zu  verfolgen. Da der Akteur aber zu Beginn eine Einführung in die Handlung  und die spezielle Umsetzung  gab, konnte diese Hürde genommen werden. Die etwa 40 Zuschauer im Foyer folgten dem Spiel konzentriert und spendeten langen Beifall für diesen intensiven Theaterabend.

 Die teilnehmenden Mitglieder der Zittauer Theaterfreunde überreichten dem Schauspieler, der seine Karriere 1973 in Zittau mit dem „Egmont“ begann, danach ein Exemplar der Broschüre „SprungBühne Zittau“, in der „der Theatertitan“ ebenfalls vorgestellt wird. Es war auch ein vorzeitiges Geschenk für seinen baldigen runden Geburtstag. Ein Heft signierte Thomas Thieme für uns, dies wollen wir zu gegebenen Anlass unter den Mitgliedern verlosen.