Einladung zum Stammtisch

Liebe Theaterfreunde,

der Vorstand lädt diesmal zu einem andersartigen „Stammtisch“ ein.

Wir wollen am Mittwoch, dem 06. Februar 20.00 Uhr  im Kronenkino Zittau (Äußere Weberstraße 17)  den Film „Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm“  ansehen.

Inhalt: Der Film spielt in den 20er Jahren. Nach dem überragenden Erfolg der „Dreigroschenoper“  will das Kino den gefeierten Autor des Stücks für sich gewinnen. Gemeinsam mit dem Komponisten Kurt Weill entwickelt Brecht große Pläne, wie er die im London des Jahres 1900 angesiedelte Erzählung um den Gangster Mackie Messer und  den Bettlerkönig Peachum als „Dreigroschenfilm“ umsetzen will – radikal, politisch und pointiert. Brecht ist nicht bereit, nach den Regeln der Filmindustrie zu spielen, und schnell eröffnen sich zahlreiche Probleme.

Besetzung: Lars Eidinger, Robert Stadlober, Tobias Moretti,  Joachim Krol u.a.
Regie: Joachim A. Lang
Prädikat: Besonders wertvoll
Dauer 2 h 15 min (!)
Eintritt:
7 € (erm. 5 €)

Da  das Gerhart- Hauptmann-Theater im Sommer 2019 die „Dreigroschenoper“  im Stadthallengarten in Görlitz aufführen wird, ist es eine gute Gelegenheit, sich dem Stück und dem Thema wieder einmal zu widmen und sich auf den Sommer einzustimmen.

Wir treffen uns ab 19.30 Uhr im Foyer des Kronenkinos. Da der Film recht lang ist, wird es  ein Nachgespräch sicher  kurz ausfallen. 
Eine Anmeldung ist eigentlich nicht erforderlich, da wir davon ausgehen, dass es genügend Plätze im Kronenkino gibt.  Über eine Rückmeldung der Interessierten würden wir uns dennoch freuen, dann können wir ggf. eine Voranmeldung beim Kronenkino machen.

Freundliche Grüße

Prof. Dr. Bärbel Fliegel

Stammtisch „Quartett“

Stammtisch mit Gerhard Herfeldt

Am 17. Oktober  trafen sich 13 Theaterfreunde zum Stammtisch im Vereinstreff. Hauptthema war die Inszenierung „Quartett“ von Heiner Müller. In bewährter Weise informierte der Chefdramaturg für Schauspiel Gerhard Herfeldt  über Inhalt und  Hintergründe des Stückes,  über den Autor und die Intentionen der Zittauer Inszenierung.

Das von Verfilmungen bekannte Thema  stammt aus dem Briefroman „Gefährliche Liebschaften“ von Choderlos de Laclos aus dem Jahr 1782, der die Verderbtheit des Hochadels aufzeigte und mehrfach verboten wurde. Auch Müllers Stück war in der DDR nicht gern gesehen und erlebte die Uraufführung 1982 in Bochum. Seither wurde es  häufig gespielt. Heiner Müller lässt die beiden Protagonisten in seinem  Stück etwas rätselhaft in einem Zeitraum von vor der französischen Revolution bis  nach dem 3. Weltkrieg in  einem Atombunker zu einem Kampf der Geschlechter aufeinander treffen, wo Sex und Worte zu Waffen werden.

Viele Fragen wurden aufgeworfen. Was kann uns das Stück  in Zeiten der #me too –Bewegung sagen? Wie wird das Spiel mit dem Wechsel der Geschlechterrollen umgesetzt? Welche Idee prägt die Ausstattung der Inszenierung? Die Texte von Heiner Müller sind bekanntlich keine leichte Kost. Von Interesse war daher  auch, wie die Schauspieler Sabine Krug und Klaus Beyer unter der Leitung der Regisseurin Sabine  Wegner den Text erarbeiten, um dem Zuschauer ein leichteres Verständnis zu ermöglichen. Hilfreich ist dabei  möglicher Weise die Intimität  der neuen kleinen Spielstätte auf der Hinterbühne, die auch leisere Töne erlaubt.

Nach diesem anregenden Stammtischabend erwarten wir nun  besser vorbereitet die Premieren.
Seien Sie auch neugierig und offen. Das Nachlesen im Programmheft sowie die angebotene Einführung vor der Aufführung sollten den Zugang erleichtern.

Prof. Dr. Bärbel Fliegel